Skater auf einer Treppe
Druckersymbol

Suche

Bitte geben Sie einen Suchbegriff ein, um die Suche zu starten.

Autorin

Dr. phil. Nadja Lehmann
freiberufliche Sozialwissenschaftlerin und Supervisorin (DGSv), Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, seit 2009 wissenschaftliche Beratung der EFG „INA.KINDER.GARTEN“ und seit 2010 auch der EFGs „Wrangelkiez/Fichtelgebirge-Grundschule“ und „Arabische Eltern-Union e.V“, verantwortlich für die Konzipierung und Koordinierung der wissenschaftlichen Vernetzung mit der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin und der Selbstevaluation des Projekts.

Kontakt:
Nadja_Lehmann@t-online.de
www.nadjalehmann.de



Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Mario Störkle, Bea Durrer Eggerschwiler, Barbara Emmenegger, Colette Peter, Alex Willemer (Hrsg.): Sozialräumliche Entwicklungsprozesse in Quartier, Stadt, Gemeinde und Region. Interact Verlag Hochschule Luzern (Luzern) 2016. 306 Seiten. ISBN 978-3-906036-21-2. 40,00 EUR, CH: 45,00 sFr.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Lisa Jares: Kitas sind (keine) Inseln. Das sozialräumliche Verständnis von traditionellen Kindertageseinrichtungen und Familienzentren NRW. Waxmann Verlag (Münster, New York) 2016. 262 Seiten. ISBN 978-3-8309-3393-9. D: 29,90 EUR, A: 30,80 EUR.
Rezension lesen   Buch bestellen

weitere Rezensionen zum Thema Sozialraum

„Eltern forschen“ im Sozialraum. Das europäische Projekt „Elternforschungsgruppen“ in Berlin

Nadja Lehmann

1. Einleitung

In diesem Beitrag wird das Projekt „Elternforschungsgruppen“ vorgestellt , das bereits seit 2005 in Frankreich unter dem Namen „UPP-Université Populaire de Parents“ (dt. „Elternvolksshochschulen“) erfolgreich umgesetzt wird und seit 2008 zeitgleich in Belgien und Berlin initiiert und gestartet wurde. In Berlin gibt es mittlerweile vier Elternforschungsgruppen, die in unterschiedlichen Sozialräumen verortet sind.

In sogenannten Elternforschungsgruppen (EFG) forschen Eltern mit Begleitung einer professionellen Moderation und mit Beratung durch eine WissenschaftlerIn zu einem gemeinsamen Thema, das im Zusammenhang mit ihrem Elternsein für sie von Bedeutung ist und gleichzeitig eine gesellschaftspolitische Relevanz hat.

Im folgenden Beitrag wird zunächst auf die Entstehungsgeschichte der „UPP-Université Populaire des Parents“ in Frankreich eingegangen. Dies ist eine Voraussetzung, um die Entstehung und die konzeptionellen Grundlagen der „Elternforschungsgruppen“ in Deutschland nachvollziehen zu können. Anschließend werden die einzelnen EFG in Berlin kurz vorgestellt. Dabei wird auf bereits vorhandene Präsentationen der jeweiligen EFG Bezug genommen. Die aktuellen Forschungsergebnisse der Gruppen werden an dieser Stelle noch nicht vorgestellt, da die Forschungsprozesse noch nicht abgeschlossen sind. Vielmehr geht es zum jetzigen Zeitpunkt des Projektes darum, die inhaltliche Ausrichtung der einzelnen Projekte zu skizzieren. Im Anschluss werden weitere Perspektiven und erste Überlegungen zur theoretischen Einordnung des Projektes vorgestellt.

2. Entstehungsgeschichte der Elternforschungsgruppen in Frankreich

Das Konzept der „Elternforschungsgruppen“ wurde in Frankreich 2005 unter dem Namen „UPP-Université Populaire des Parents“ von ACEPP[1], einem Dachverband von über 800 Eltern-Kind-Krippen und Einrichtungen der Kinderbetreuung, entwickelt. ACEPP hat ähnlich den Early Excellence Centres (EEC) in Großbritannien eine Herangehensweise für die Begleitung von Eltern entwickelt, die auf die Ressourcen der Eltern ausgerichtet ist und nicht ihre Schwierigkeiten und Defizite betont. Eltern sind hier neben den Fachkräften aktiv am Projekt Kinderbetreuung beteiligt. Vorzugsweise werden Elterngruppen und nicht Einzelpersonen unterstützt. Für ACEPP gilt,

"als Eltern ist es notwendig sich mit anderen Eltern zu verbinden. Was man allein nur schwer erreichen kann, schafft man sehr oft durch die Bündelung der Kompetenzen und Kräfte"( Dt. nach Clausier/Murcier2007 2007: 3).

ACEPP geht davon aus,

  • dass die Diversität von Kindern, Eltern, Familien und sozialen Kontexten anzuerkennen ist.
  • dass Kinder nicht alleine aufgezogen werden können.
  • dass Eltern PartnerInnen bei der Erziehung und Bildung der Kinder brauchen.
  • dass es nicht die eine „richtige“ Erziehung gibt.
  • dass die aktuellen Debatten zu Elternschaft zu einseitig von ExpertInnen und PolitikerInnenm geführt werden und zu wenig von den Eltern selbst.
  • dass in den vorherrschenden Diskursen Probleme von Kindern und Jugendlichen (z.B. der Integration und Entwicklung) einseitig im Versagen der Eltern begründet werden (Beber 2008).

Im Dezember 2005 organisierte der Verein ACEPP eine erste Tagung mit dem Thema „Elternvolksuniversitäten – zwischen Utopie und Realität“. Von 2005 - 2008 haben anschließend insgesamt ca. 100 Eltern in sechs Elternforschungsgruppen in verschiedenen Regionen Frankreichs mitgearbeitet. In das Projekt waren bereits drei Universitäten einbezogen und an der Finanzierung und Unterstützung waren nationale, kommunale und institutionelle Partner beteiligt.

Im Mai 2008 trugen alle UPP-Gruppen ihre Ergebnisse auf einem zentralen Colloquium vor einem Auditorium von rund 600 interessierten HörerInnen aus Politik, Wissenschaft und Institutionen sowie Elternverbänden vor. Die dort präsentierte Auswahl der Forschungsthemen und ihre Bearbeitung durch die Eltern, die Auswirkungen, die die Forschungsgruppen auf die Eltern selbst und ihre Familien hatten und die daraus entstandenen Dialoge mit Schulen und anderen Institutionen, lösten ein großes Interesse in Frankreich aus. Eltern, die als SprecherInnen der Elternforschungsgruppen auftraten, äußerten sich im Namen aller beteiligten Eltern folgendermaßen:

"Die UPP-Gruppen ermöglichen es uns Eltern zunächst einmal aus der Isolierung herauszukommen und andere Eltern zu treffen, die aus unterschiedlichen Kontexten gekommen sind. In einer Atmosphäre, die durch das Bemühen um gegenseitiges Verständnis gekennzeichnet ist, und in einem dadurch von Vor- und Urteilen geschützten Raum, wo jeder sich anerkannt fühlt, entsteht echte Solidarität zwischen den Eltern. Da die meisten von uns keine längeren Studien absolviert haben, gibt uns der Begriff Universités Populaires de Parents (dt.: Elternvolkshochschulen) die Möglichkeit, zu einer Forschungsarbeit zu einem Thema, das wir zusammen ausgesucht haben, ein gemeinschaftliches Wissen zu produzieren. Diese Denkanstöße, die von den Eltern kommen, werden mit den methodologischen Kenntnissen der Wissenschaftler/innen ergänzt. Durch diese Forschungsarbeit hoffen wir in der Lage zu sein, auf Situationen und Ereignisse, die wir erleben, zu reagieren, deren Konsequenzen zu ändern und somit verändernd auf unser Viertel zu wirken. Wir hoffen, die Mitarbeiter institutioneller Einrichtungen zu treffen, um unsere Meinungen auszutauschen. Man fühlt sich anerkannt als Eltern und Bürger, die die Macht besitzen, die Dinge zu ändern“ (Dt. nach Clausier/Murcier2007: 6f.)

ACEPP wurde im Anschluss der Tagung mit über 100 Anfragen für Neugründungen von UPP-Gruppen konfrontiert. In der Konsequenz wurde eine große Initiative zur Akquirierung von Finanzen, kompetenten Moderator/innen und Kooperationen mit Universitäten gestartet. Aus diesen Anfängen entstanden viele neue UPP-Gruppen und Kooperationsprojekte zwischen Eltern, Institutionen und politischen Akteuren. 2010 hatten Eltern aus den verschiedenen UPPs in Frankreich an insgesamt 45 Konferenzen teilgenommen, hatten sich in 124 Institutionen präsentiert und waren in die Fortbildung von hunderten von LehrerInnen und SozialarbeiterInnen einbezogen (vgl. Clausier/Murcier 2010).

Deutlich wird bei den Gruppen in Frankreich, dass die Elternforschungsgruppen in spezifischen sozialen Räumen und Kontexten entstanden sind und die Motivation der Eltern mitzuarbeiten davon getragen ist, dass sie Veränderungen in ihrem sozialen Umfeld bewirken wollen. In dem Zitat der Sprecherin der UPP-Gruppen in Frankreich wird die Hoffnung geäußert, verändernd auf „unsere Viertel“ wirken zu können. So hat eine UPP-Gruppe von 40 Frauen aus dem Rhône-Alpengebiet, die aus unterschiedlichen traditionellen Regionen kommen, kleinere Untergruppen gebildet und es sich zum Ziel gesetzt, das negative Bild ihrer Stadtviertel zu verändern und sich miteinander über gesellschaftliche Themen, die sie betreffen auszutauschen. Eine Gruppe von 17 Eltern im Department „Pas de Calais“, deren Großeltern Kohlebergarbeiter waren, die früher aus anderen Ländern, wie zum Beispiel Polen und Ungarn zugewandert waren, beschäftigte sich mit der Vermittlung von Werten in Vergangenheit und Gegenwart. Eine andere Gruppe hat sich aus 12 aktiven Eltern im Umfeld einer Familieneinrichtung zusammengefunden und sich mit folgenden Fragen im Kontext von Migration beschäftigt:

„Wie soll man sich entscheiden zwischen den Werten, die wir durch unsere familiäre Kultur übermittelt bekommen haben und den Werten die sozial anerkannt scheinen? Oder wie sich entscheiden zwischen den Werten, die aus verschiedenen Kulturen stammen? Vom Vater, von der Mutter oder vom Land, indem wir leben? Wie vereinbart man das Bewahren der Traditionen des Herkunftslands mit denen des Landes, in dem wir leben, und dies unabhängig davon, ob wir in diesem Land geboren sind oder nicht?“ (Dt. nach Clausier/Murcier 2007: 6).

ACEPP gehört zu den Gründungsmitgliedern des europäischen Netzwerks DECET (Diversity in Early Childhood Education and Training)[2], dessen europäische Partnerorganisationen sich für die Wertschätzung und Anerkennung der Vielfalt von Kindern und deren Familien in den Orten der Kleinkinderbetreuung einsetzen. Durch das DECET-Netzwerk, konnte eine Übertragung des Modells der französischen UPPs nach Berlin/Deutschland und Gent/Belgien umgesetzt werden. In Belgien wurden seit 2008 auch vier Elternforschungsgruppen gegründet, die ihre Arbeit bereits 2010 abgeschlossen haben. Der Austausch und die Kooperation der Elternforschungsgruppen in drei Ländern wurden durch zwei Grundtvig-Lernpartnerschaften[3] von 2008-2012 ermöglicht. Seit dem „Kick Off“ der Kooperation der UPPs in Frankreich mit europäischen Partnerorganisationen 2008 in Berlin, hat es viele kleinere und einige große Kooperations- und Vernetzungstreffen gegeben. So fand 2009 in Paris und 2010 in Gent ein europäisches Treffen mit Elternforschungsgruppen aus allen drei Ländern statt. Anfang 2011 gab es ein Treffen der WissenschaftlerInnen aus drei Ländern in Paris und im Oktober 2011 fand ein weiteres Treffen mit ca. 100 Eltern in Berlin statt. Eine Abschlussveranstaltung des gesamten Projektes mit den EFG aus Belgien, Frankreich und Deutschland wird es im Februar 2012 an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin geben, bei der die teilnehmenden Eltern Zertifikate für ihre Mitarbeit erhalten. Im März 2012 wird es eine große Abschlussveranstaltung aller Gruppen aus Belgien, Frankreich und Berlin im Europaparlament in Brüssel geben, bei der die Eltern aus den Ergebnissen ihrer Forschung Botschaften an die Politik vortragen.

3. Die Elternforschungsgruppen in Berlin

Durch langjährige Kooperationen zwischen dem Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg zur INA (Internationale Akademie an der FU Berlin) und zum bereits erwähnten DECET-Netzwerk, gab es bereits enge Kontakte zu ACEPP und weiteren europäischen Partnerorganisationen.

Die EFG in Berlin sind auf Initiative einer Kooperation der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) e.V. und des Jugendamtes Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin entstanden, die auch die Koordination und Umsetzung des Gesamtprojektes verantwortlich tragen. Die einzelnen EFG sind jedoch an einen Träger im jeweiligen Sozialraum angebunden. Für die Gründung einer EFG erwies es sich von Vorteil, wenn eine aktive Gruppe von Eltern bereits vorher existierte. Zudem ist die Bereitschaft aller Beteiligten zur Vernetzung und Kooperation mit den beiden anderen europäischen Partnern in Frankreich und Belgien eine Voraussetzung für die Gründung der jeweiligen EFG gewesen.

Das gesamte Projekt „Elternforschungsgruppen“ ist ein Kooperationsprojekt mit der Alice-Salomon-Hochschule für Soziale Arbeit (ASH) in Berlin, die sich aufgrund ihres Schwerpunktes auf Theorie-Praxis-Bezüge besonders für diese Kooperation eignet. Im Austausch mit der Hochschule wird der Frage nachgegangen, welches theoretische Verständnis von Forschung dem Projekt zugrunde gelegt werden kann und welche Relevanz diese Arbeit gleichzeitig für die Praxis Sozialer Arbeit hat.

Die beteiligten Eltern sollen durch die wissenschaftliche Vernetzung mit der ASH außerdem einen direkteren Zugang zu einer Hochschule bekommen und diesen gegebenenfalls für ihre eigene Qualifizierung nutzen können. So werden für die Eltern aus den EFG besondere Informationsveranstaltungen angeboten, die unter anderem auf individuelle Ausbildungsbiografien und Zugangsvoraussetzungen für die Studiengänge der ASH eingehen können. Zum Abschluss des Projektes werden die Eltern ein Zertifikat von der ASH und beteiligten Trägern für die Mitarbeit in der EFG erhalten.

Den Koordinatorinnen in Berlin ging es bei der Initiierung der EFG vor allem darum, die Praxiskompetenz von engagierten Eltern in den Forschungsprozess zu integrieren. Die dabei erarbeiteten Ergebnisse sollten auch für andere Eltern nützlich und verständlich sein und könnten den Zugang zu anderen Eltern im Kiez erleichtern, weil sie von Eltern selbst kommen und nicht von pädagogischen Fachkräften in Institutionen. Damit sollten auch alternative Lernprozesse im Sozialraum initiiert werden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist es,

„[…] dass die Eltern auf der Grundlage ihrer fundierten Ergebnisse und Auseinandersetzungsprozesse mit PolitikerInnen, LehrerInnen und anderen pädagogischen Fachkräften, sowie wiss. MitarbeiterInnen von Universitäten und Fachhochschulen über ihre Themen und ihre Forschungsergebnisse diskutieren und direkten Einfluss auf die Politik, das Bildungssystem und die öffentliche Meinung nehmen. Umgekehrt soll sich auch die ‚Wissenschaft‘ auf neue Weise den Eltern nähern, nämlich nicht als den zu beforschenden Objekten, sondern als den Subjekten, die selbst forschen und dabei die Kompetenz und das Know-How wissenschaftlichen Herangehens zur Unterstützung brauchen. Es ist nicht die Aufgabe der WissenschaftlerInnen, die Erziehungskompetenz der Eltern zu stärken, sondern sie darin zu unterstützen, ihre Perspektiven, ihre Erfahrungen als Eltern auf reflektierte und fundierte Weise kommunizierbar zu machen und dabei selbst die angebotene Methodik zu reflektieren und der wissenschaftlichen Perspektive auf Elternthemen, die der PraxisexpertInnen, nämlich der Eltern selbst, gegenüberzustellen.“
(ISTA /Zugriff: 2011).

Die Koordinatorinnen beziehen diese Ziele auch auf andere DialogpartnerInnen der Eltern, die in diesen Prozess der „Community Education“ involviert sind, also ErzieherInnen, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, ErwachsenenbildnerInnen u. a., die ebenfalls ihre eigene Praxis der Zusammenarbeit mit Eltern und ihre Unterstützungsangebote überdenken und hinterfragen sollten. Für die einzelnen Elternforschungsgruppen wurden ModeratorInnen und WissenschaftlerInnen gefunden. Die ModeratorInnen begleiten und unterstützen den gesamten Gruppen- und Forschungsprozess der Elternforschungsgruppe. Sie koordinieren alle Aktivitäten der Gruppe in Bezug auf Vernetzung und Kooperation der Eltern untereinander, mit den WissenschaftlerInnen, der Koordination des Gesamtprojektes und mit der Öffentlichkeit. Sie moderieren den Prozess und behalten den Überblick über Aktivitäten und Vorgehen der Forschungsgruppen und dokumentieren diese kontinuierlich für alle Beteiligten. Die WissenschaftlerInnen nehmen an den Treffen nach Bedarf teil und unterstützen die Gruppe bei der Auswahl geeigneter Methoden, bei der Erhebung und Auswertung der Daten und im gesamten Forschungsprozess. Zwischendurch werden immer wieder Diskussionen mit anderen Eltern und Akteuren auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene durchgeführt. Die Elternforschungsgruppen treffen sich in der Regel einmal im Monat. In der ersten Zeit der gemeinsamen Arbeit ging es in allen Gruppen darum ein gemeinsames tragfähiges Forschungsthema und Forschungshypothesen zu formulieren. Diese Phase hat in allen Gruppen sehr viel Raum und Zeit eingenommen und war ein wichtiger Schritt in der Konstituierung der Elternforschungsgruppe. Dann wurde mit den Eltern ein methodisches Vorgehen erarbeitet und umgesetzt. Die Auswertung des Forschungsprozesses ist die vorletzte Phase der Elternforschungsgruppen, in der sich alle Gruppen in Berlin zurzeit befinden. Am Ende des Forschungsprozesses steht eine Veröffentlichung und Präsentation der Forschungsergebnisse der Eltern.

Drei der EFG wurden im Stadtteil Kreuzberg und eine im Stadtteil Schöneberg (Schöneberger Norden) gegründet. Alle EFG befinden sich in Regionen, in denen ein Quartiersmanagement eingerichtet wurde, weil es sich um Stadtteile handelt, in denen soziale Probleme und Ausschließungsprozesse von Menschen in der Stadtentwicklung drohen. Es folgt nun eine kurze Beschreibung des spezifischen sozialräumlichen Kontextes der EFG anhand der Angaben aus den aktuellen Handlungs- und Entwicklungskonzepten des jeweiligen Quartiersmanagements. Anschließend folgen eine kurze Vorstellung der Elternforschungsgruppe anhand der Präsentation der Eltern und Besonderheiten und der aktuelle Stand der EFGs

 

Logo der Eltern-Forschungsgruppen

3.1 Die EFG Wrangelkiez/ Fichtelgebirge-Grundschule

Das Konzept der EFG wurde zuerst im Wrangelkiez in Berlin-Kreuzberg als Pilotprojekt in Deutschland umgesetzt. Aus dem Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011 des Quartiersmanagement (QM) lassen sich folgende Informationen zusammentragen:

Der Wrangelkiez ist ein dichtbesiedeltes innerstädtisches Quartier von 46 ha im Südosten Kreuzbergs. Es leben dort 12.164 EinwohnerInnen, von denen 46,5% einen Migrationshintergrund haben. 32% besitzen keinen deutschen Pass (Stand 2009).Die größte Gruppe der Bewohner nicht deutscher Staatsangehörigkeit kommt aus der Türkei (46%). Es gibt sehr viele Infrastruktureinrichtungen im Wrangelkiez und es wurden viele Grün- und Spielflächen in den letzten Jahren neu gestaltet. Probleme des Stadtteils sind zum Beispiel die Übernutzung von Grünanlagen, fehlendes Verantwortungsgefühl von NutzerInnen und Drogenhandel. Diesen wird jedoch durch bürgerschaftliches Engagement der BewohnerInnen des Wrangelkiezes begegnet. Insgesamt gibt es gut funktionierende Informations- und Kommunikationsstrukturen innerhalb der BewohnerInnenschaft und in ihren Netzwerken, zwischen Einrichtungen und Vereinen. Das QM beschreibt jedoch große Umstrukturierungsprozesse, die zurzeit im Stadtteil stattfinden. So hat der Anteil gut ausgebildeter junger Erwachsener mit ökonomischen Ressourcen unter den BewohnerInnen stark zugenommen. Dadurch wachsen bei den einkommensschwachen Bevölkerungsteilen Ängste vor Verdrängungsprozessen durch allgemeine Aufwertungsprozesse des Stadtteiles. Es werden bereits Fortzüge festgestellt, die wiederum negative Folgen für gewachsene Strukturen, Nachbarschaftsbeziehungen und informelle Hilfesysteme haben. Bestimmte Bevölkerungsgruppen sind aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Situation von kultureller Teilhabe ausgeschlossen. Außerdem entstehen Parallelräume durch neue Gastronomie und andere Infrastruktur, zu denen einige Bevölkerungsgruppen keinen Kontakt mehr haben oder ihn sich nicht leisten können.

Die zahlenmäßig größte Gruppe der BewohnerInnen sind junge Erwachsene von 18-35 Jahren (37%). Der Wrangelkiez ist damit ein „junger“ Stadtteil und es handelt sich hierbei um eine „potentielle neue Elterngeneration“ (QM: 3). Im Wrangelkiez gibt es viele Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind (9,3%) und die Transferleistungen beziehen (27%). Dies betrifft insbesondere Kinder unter 15 Jahren, von denen 51% Existenzsicherungsleistungen beziehen und damit von Kinderarmut betroffen bedroht sind. Viele SchülerInnen haben Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache und damit verschlechtern sich ihre Bildungschancen. Der Anteil von SchülerInnen nicht deutscher Herkunft ist für viele bildungsorientierte Familien ein „Negativkriterium“ bei der Auswahl der Schulen. Schulen und bezirkliche Kitas im Wrangelkiez werden vor allem von Familien mit niedrigem sozialen Status und familiären Migrationshintergrund besucht, im Gegensatz beispielsweise zu Elterninitiativkitas. Jedoch gibt es Potentiale bei den bildungsorientierten Eltern, die zunehmend durch Methoden der Beteiligung und Aktivierung erschlossen werden. „Mittelschichtsfamilien“ nutzen wieder mehr bezirkliche Kitas und auch die Fichtelgebirge-Grundschule im Wrangelkiez. Dort haben seit 2008 die Anmeldungen von Kindern mit deutscher Herkunft wieder zugenommen. In den neuen Schulanfangsklassen sind nur noch circa die Hälfte der Kinder nicht-deutscher Herkunft. Die Migrationshintergründe der Kinder sind unterschiedlicher und damit wird die deutsche Sprache für die Kommunikation wichtiger. Das Image der Grundschule hat sich damit deutlich verbessert. Eltern engagieren sich aktiv an der Schule. Sozialraumorientierte Arbeit trifft nach Angaben des QM auf großes Interesse insbesondere bei den Frauen türkischsprachiger Herkunft.

In der Fichtelgebirge-Grundschule bestehen mehrere Gruppen von aktiven Müttern, die verschiedene Formen der Unterstützung für andere Eltern anbieten und an der Schule über ein Elternzimmer als Treffpunkt verfügen. Aus diesen Gruppen entstand dann die erste Elternforschungsgruppe in Berlin, die auch vom QM unterstützt und gefördert wird. Es gibt ein ModeratorInnenteam, das auch eine zweisprachige türkisch-deutsche Moderation anbieten kann.

Portraits der Wrangelkiezgruppe (Stand 2011)

Elternforschungsgruppe Wrangelkiez (Berlin-Kreuzberg)
Elternforschungsgruppe Wrangelkiez (Berlin-Kreuzberg)
Foto: Alle beteiligten Forscherinnen mit einem Moderator und einer Moderatorin

Unsere Gruppe war die erste Elternforschungsgruppe in der Bundesrepublik Deutschland.

Wir haben uns im Mai 2008 in der Fichtelgebirge-Grundschule zusammen gefunden.

Aktuell sind wir noch 7 Frauen mit ganz verschiedenen Hintergründen, aber wir alle leben in Berlin-Kreuzberg im Wrangelkiez. Bei unserer Arbeit begleiten uns ein Moderator und eine Moderatorin, sowie eine Wissenschaftlerin von der Alice-Salomon-Hochschule.

Unsere Forschungsfrage lautet:

„Was brauchen Eltern im Wrangelkiez, um ihre Kinder unterstützen zu können?“

Dabei verfolgen wir unter anderem folgende Ziele:

  • Politiker und Institutionen sollen von den Realitäten von Eltern erfahren, dadurch aufgeweckt werden und bewusst handeln.
  • Wir erhoffen uns eine bessere Zukunft und Möglichkeiten für unsere Kinder durch verbesserte Lebenssituationen von Eltern.
  • Durch unsere Forschung wollen wir herausfinden, was gute Lebenssituationen für Eltern sind.

Als Forschungsmethode haben wir uns auf eine quantitative Forschung anhand von Fragebögen geeinigt. Wir haben auch einige offenen Fragen in den Fragebogen einfließen lassen.

Was wir bisher gemacht haben: Nachdem wir uns auf das Thema, unsere Forschungsfrage, unsere Ziele und die Forschungsmethode geeinigt hatten, haben wir mehrere Gruppendiskussionen mit Eltern aus dem Wrangelkiez durchgeführt.

Durch die dort angesprochenen Themen sind wir in unserer Themenwahl bestärkt worden und haben unsere Hypothesen formuliert bzw. verfeinert.

Zusätzlich beobachteten wir Medien und analysierten offizielle, bereits existierende Berichte und Studien zu unserem Thema, um sie später mit unseren Forschungsergebnissen vergleichen zu können.

Mit all dem gesammelten Wissen, haben wir eine Probe-Fragebogen-Aktion durchgeführt und danach unseren eigenen Fragebogen entwickelt.

Wir haben 53 Interviews mit Eltern aus dem Wrangelkiez geführt. Momentan sind wir dabei die Ergebnisse in ein digital unterstütztes Auswertungsprogramm einzugeben und auszuwerten. Die ersten Ergebnisse werden wir am 27. September den PädagogInnen und Eltern der Fichtelgebirge-Grundschule darlegen.

Zum aktuellen Stand:

  • Die Fragestellung wurde präzisiert: Welche Rolle spielen Zeit, Geld und Bildung bei der Unterstützung von Kindern durch ihre Eltern im Wrangelkiez? (Arbeitstitel).
  • Auf der Grundlage der Gruppendiskussionen und einer Literaturrecherche wurde ein Fragebogen mit geschlossenen und offenen Fragen für ein „face to face-Interview“ für Eltern im Wrangelkiez entwickelt.
  • Ca. 40-50 Fragebogeninterviews wurden im Juni 2011 durchgeführt. Die Auswertung findet zur Zeit statt.
  • Im September findet an der Fichtelgebirge Grundschule eine erste Präsentation der Ergebnisse statt.

3.2 Die EFG „Mütter ohne Grenzen“ (MOG)

Die EFG „Mütter ohne Grenzen“ ist aus einer bereits bestehenden Initiative hervorgegangen, die bereits seit 2005 in Kreuzberg aktiv gegen Drogenhandel vorging. Die MOG beschreiben auf ihrer Internetseite die Gründe, diese Initiative zu gründen:

„Der Grund dafür, warum wir diese Initiative ins Leben gerufen haben, ist, dass wir Zeuge geworden sind, wie ein 12-jähriges Kind als Drogenkurier benutzt wurde. Wir konnten nicht mehr untätig zu sehen, wie Kinder und Jugendliche von dem Dealer missbraucht werden. Deswegen haben wir uns zusammengeschlossen, um gemeinsam gegen die Drogendealer etwas zu unternehmen. Unser erster Schritt war eine Unterschriftenaktion zu starten mit der Forderung „Dealer Raus“. Als wir festgestellt haben, dass die Unterschriftenaktion gegen Dealer nicht genug war, haben wir eine zusätzliche Aktion in der Nacht mit den Taschenlampen durchgeführt. Hierbei wollten wir den Drogendealern demonstrieren, dass unsere Kinder nicht alleine sind und ihnen den Drogenverkauf erschweren. Und zusätzlich haben wir uns sonntags von 14:00-15:00 Uhr am Kotti (Kottbusser Tor, Anmerk. d. Autorin) getroffen und versucht die Menschen durch Broschüren auf uns und auf die Situation im Kiez aufmerksam zu machen. Die Mehrheit unserer Gruppe bestand aus Müttern und da eine Mutter keine Grenzen kennt, wenn es um das Wohlergehen seines Kindes geht, haben wir uns von da an als „Mütter Ohne Grenzen“ genannt. Natürlich haben uns dabei auch die Ärzte ohne Grenzen als Vorlage gedient. Während unserer Aktionen hatten wir Kontakt mit vielen verschiedenen Menschen, auch Jugendlichen. Durch unsere Aktionen und durch unsere direkten Kommunikationen mit den Anwohnern haben wir eindeutige Hinweise erhalten, dass viele Einwohner, Eltern und Kinder mit der jetzigen Situation im Kiez unzufrieden sind. Die Kinder haben Angst vor den Drogendealern. Die Eltern finden, dass der Kiez, besonders Kotti, nicht kindergerecht ist. Während dieser Zeit haben wir auch erfahren, dass Drogen auch in Schulhöfen verkauft werden. Daraus ist die Notwendigkeit entstanden, dass wir auch mit den Schulen gemeinsam arbeiten müssen, um uns gegenseitig gegen Drogen zu unterstützen, somit entstand aus den Aktionen eine ständige Arbeitsgruppe unter den Namen „ Mütter ohne Grenzen“ [4]

Seit 2007 befinden sich die MOG in einem Mehrgenerationenhaus im Kiez. Ein regelmäßiges Frühstück, an dem 25-40 Frauen teilnehmen, gehört zum festen Angebot. Veranstaltungen mit ReferentInnen aus unterschiedlichen Bereichen finden dort auch statt. Der umliegende Sozialraum befindet sich im Zentrum des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Das zuständige Quartiersmanagement beschreibt das erwähnte Kottbusser Tor als einen Treff- und Sammelpunkt für die Drogen- und Alkoholszene. Insbesondere die wenigen Freiflächen sind dadurch nicht gut zu nutzen. In den 1970/80er Jahren entstanden im Zuge der Sanierungsmaßnahmen rund um den Verkehrsknotenpunkt Kottbusser Tor große Gebäude des sozialen Wohnungsbaus, deren BewohnerInnen starkem Lärm und Belastungen durch das hohe Verkehrsaufkommen ausgesetzt sind. Durch Schmutz, Vandalismus und Kriminalität handelt es sich hier um einen sozialen Brennpunkt im Kiez. In der Kriminalstatistik wird das Kottbusser Tor als „gefährlicher Ort“ eingestuft, wodurch die Anwohner sich stigmatisiert fühlen (Stiftung SPI). Auf 32 ha leben ca. 9.000 Menschen. Fast die Hälfte von ihnen bezieht ALG II, 72 % der Bewohnerschaft haben einen Migrationshintergrund. Auch hier ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen überdurchschnittlich hoch und der Anteil von älteren Menschen sehr niedrig. Die EFG der MOG hat die Diskriminierung von Familien, insbesondere mit türkischem Migrationshintergrund, zum Thema ihrer Forschung gemacht. Die EFG arbeitet mit zwei Moderatorinnen und einer Wissenschaftlerin, die türkisch sprechen.

Steckbrief der EFG „Mütter ohne Grenzen“ (Stand 2011)

Steckbrief der EFG "Mütter ohne Grenzen"
Steckbrief der EFG "Mütter ohne Grenzen"

Zum aktuellen Stand:

  • Durchführung von Leitfadeninterviews mit türkischen Eltern
  • Auswertung bis Ende 2011

3.3 Die EFG „Arabische Elternunion e.V.“/Düttmannsiedlung

Die EFG der Arabischen Elternunion e.V. hat Ende 2008 unter dem Motto „Für eine bessere Zukunft unserer Kinder“ mit ca. 15 Teilnehmern und Teilnehmerinnen die Arbeit aufgenommen. Der Träger der EFG, die Arabische Elternunion e.V. (AEU)[5] wurde 1989 von arabischstämmigen Eltern gegründet und bietet Hilfe, Unterstützung und Begleitung von Eltern verschiedener Nationalitäten, insbesondere aus dem arabischen Raum. Es gibt Kursangebote und Informationen zum Leben in Deutschland. Sprachmittlung und psychosoziale Unterstützung und Elternbildung sind zentrale Anliegen. Eltern sollen motiviert werden, sich als Eltern in den Schulen zu engagieren und sich allgemein bei gesellschaftlichen und politischen Themen einzubringen. Es gibt Kooperationen mit unterschiedlichen Projekten und Organisationen. Die Arabische Elternunion ist in der Düttmannsiedlung verortet, kooperiert jedoch mit unterschiedlichen Projekten und Organisationen in angrenzenden Stadtteilen.

Die Düttmannsiedlung ist ein Teil von Kreuzberg bei dem sich die soziale Lage 2011 nach den Angaben aus dem Quartiersmanagement Düttmannsiedlung deutlich innerhalb der letzten 3 Jahre verschlechtert hat. Im Vergleich zum gesamten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg gibt es einen überdurchschnittlich hohen Anteil von jungen BewohnerInnen und Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, von Dauerarbeitslosigkeit betroffen und überschuldet sind. So sind 32,2% der BewohnerInnen Kinder und Jugendliche. 45,8% der BewohnerInnen werden statistisch als „Ausländer“ erfasst, 77,9% der AnwohnerInnen haben einen Migrationshintergrund.

Eltern benötigen nach den Angaben des QM besondere Unterstützung im Umgang mit dem deutschen Schulsystem. LehrerInnen beklagen das fehlende Engagement von Eltern und nehmen Eltern und SchülerInnen als Problem wahr. Eltern der bürgerlichen Mittelschicht suchen Schulen außerhalb dieses sozialen Raumes auf und dadurch wird die Isolation und Problematik der betroffenen Familien verschärft (vgl. QM: 32).

Die EFG der arabischen Elternunion hat die Situation arabischer Familien im Blick und leistet hier einen wichtigen Beitrag, weil sie Zugang zu Gruppen von Eltern hat, über deren Lebenssituation in der Öffentlichkeit wenig bekannt ist. Die forschenden Eltern sind mehrheitlich Väter, von denen die meisten gleichzeitig als Schulmediatoren und Elternlotsen in umliegenden Grund- und Oberschulen tätig sind. Dadurch haben sie eine Doppelperspektive auf arabische Familien und auf die Schulen, in denen sie arbeiten. Diese Perspektiven sind wichtige Ressourcen im Forschungsprozess, die jedoch auch spezifische Belastungen mit sich bringen.

Steckbrief der EFG „Arabische Elternunion e.V.“

Steckbrief der EFG Arabische Elternunion e.V.

Zum aktuellen Stand:

Die Gruppe arbeitet an einer Präzisierung des Forschungsthemas dahingehend, dass es um die Situation der Zusammenarbeit von arabischen Eltern und Schulen geht.

  • Bisher 10 qualitativ-narrative Leitfadeninterviews mit arabischen Eltern.

3.4 Die EFG „INA.KINDER.GARTEN“ / Schöneberger Norden

Die EFG INA.KINDER.GARTEN ist eine Gruppe von Müttern, deren Kinder bei der Gründung der EFG 2009 in einem der Kindergärten des Trägers INA-Kindergarten betreut wurden. Die EFG-Treffen finden in einem Familienzentrum des Trägers statt. Die EFG INA.KINDER.GARTEN beschäftigt sich mit der Situation von Eltern in der Einschulungssituation.

Das QM beschreibt den Schöneberger Norden als dichtbebauten, innerstädtischen Bezirk, der nur wenige öffentliche Grün- und Freiflächen hat, insgesamt 67,5 ha groß ist und 17.407 Einwohner hat (Stand 2010). Ein Straßenstrich und die damit einhergehenden Belästigungen belastet die Wohnsituation im Stadtteil. Die Drogenszene, die immer wieder in verschiedenen Teilen des Stadtteils auftaucht, z.B. auf Grünflächen und Spielplätzen, ist etwas zurückgedrängt. (QM: 3) .Im Quartiersmanagement wird die „geringe Aufenthaltsqualität im Straßenraum“ als prägend für bestimmte Teile des Stadtteils beschrieben. Der Schöneberger Norden ist jedoch auch ein lebendiger, vielfältiger Stadtteil. Es gibt mittlerweile viele Spielplätze. Im Stadtteil gibt es zwei Grundschulen. Positiv ist in der Entwicklung, dass immer mehr BewohnerInnen sich im Stadtteil engagieren. Nachbarschaften werden als angenehm empfunden. Das Image des Stadtteils hat sich dadurch verbessert.

Der Anteil der BewohnerInnen mit Migrationshintergrund liegt insgesamt bei 65,2%. Der Anteil der BewohnerInnen ohne deutsche Staatsangehörigkeit liegt bei 40,3%. Die größte Gruppe von AnwohnerInnen ohne deutsche Staatsangehörigkeit kommt aus der Türkei (37,7%) und BewohnerInnen aus anderen EU-Ländern, aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion und Jugoslawiens sowie aus arabischen Staaten bilden die nächstgrößeren Gruppen. 7,2% aller BewohnerInnen sind Arbeitslose nach SGB III/II (Stand 2009). 40,1% der BewohnerInnen erhalten Transferleistungen (Grundsicherung, Hilfen zum Lebensunterhalt, ALG II inkl. Sozialgeld). Die Bevölkerung im Schöneberger Norden ist deutlich jünger als im gesamten Bezirk und in Berlin. Der Anteil der Kinder unter 15 Jahren liegt bei 15% (QM: 4)

Die Einschulungsuntersuchungen im Bezirk zeigen die Benachteiligungen von Kindern, die im Schöneberger Norden leben, weil ihr gesundheitlicher Zustand, die sprachlichen Fähigkeiten und auch ihre kognitiven Fähigkeiten insgesamt beeinträchtigt sind (QM: 4).

Im Stadtteil sind extreme Bildungsunterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen erkennbar. Darum ist auch die Situation an den Schulen im Stadtteil von Bedeutung und bietet Potenziale und Risiken. Das Engagement von Eltern insgesamt erweist sich als sehr bedeutsam für die weitere Entwicklung der Schulen im Sozialraum. Das schlechte Image der Schulen im Stadtteil entspricht nach Angaben des QM nicht der Qualität der Arbeit, die geleistet wird und die vorhandenen Potentiale sind mehr zu nutzen. Die Schülerzahlen an den Grundschulen gehen jedoch weiter zurück(QM: 7).

Steckbrief EFG „INA.KINDER.GARTEN“ (Stand 2011)  

Steckbrief EFG Ina.Kinder.Garten

Zum aktuellen Stand:

  • Es wurden 10 qualitativ-narrative Leitfadeninterviews durchgeführt, die zurzeit ausgewertet werden
  • Im Mai 2011 fand eine Aktion der EFG am „Langen Tag der Bildung“ an einer der beiden Grundschulen im Stadtteil statt. Eltern und Kinder wurden hier zu ihren Vorstellungen von einer guten Grundschule befragt und haben sich durch Gespräche und schriftlich auf einer Wandzeitung beteiligt.
Wandzeitung

Wandzeitung
  • Kontakt zu einer Wissenschaftlerin wurde hergestellt, die in London eine Dissertation zum Thema Schulwahl an Grundschulen im Schöneberger Norden geschrieben hat und das Thema Schulsegregation an diesem Beispiel bearbeitet hat.
  • Eine Grundschule zeigt sich sehr interessiert an den Ergebnissen der EFG und erhofft sich Impulse für die Kommunikation mit Eltern in der Anmeldephase an der Schule.

4. Diskussion – Ausblick  

Das hier vorgestellte Projekt „Elternforschungsgruppen“ wird in Berlin in Stadtteilen umgesetzt, die eine ähnliche Sozialstruktur aufweisen. Es gibt dort einen großen Anteil von BewohnerInnen, die von gesellschaftlichen Ausschließungsprozessen auf unterschiedlichen Ebenen bedroht sind. Dies betrifft viele Menschen mit Migrationshintergrund, viele Kinder und Jugendliche, deren Anteil an den BewohnerInnen und damit auch der von Eltern in den beschriebenen Stadtteilen besonders hoch ist. Der Anteil von Kindern, die Empfänger von Transferleistungen sind und damit von Kinderarmut betroffen sind, ist überproportional hoch im Vergleich zu Zahlen von Gesamtberlin.

Die Erfahrungen in den unterschiedlichen EFG in Berlin zeigen, dass das Engagement, die Motivation und die Kontinuität der Arbeit in den EFG bei den beteiligten Eltern stark davon abhängt, ob das gewählte Thema der Gruppe, der Lebensrealität der beteiligten Eltern entspricht und ob es ein politisch motiviertes Ziel für die Verbesserung der eigenen Lebenssituation gibt. Dabei geht es häufig um die als prekär erlebte Situation oder Zukunft der eigenen Kinder oder von Betroffenen im nahen sozialen Umfeld.

Im Forschungsprozess zeigt sich allgemein, dass Erwartungen, die die Eltern an das Projekt hatten, im Verlauf der EFG korrigiert oder sogar aufgegeben werden müssen. Die unterschiedlichen Sphären von Alltagshandeln und -erleben, Wissenschaft und politischem Handeln lassen sich schwer vermitteln. Die eigene Betroffenheit ist einerseits Motivationspotential und kann andererseits auch bei der Auseinandersetzung mit dem Forschungsthema der jeweiligen EFG blockierend wirken. Die Heterogenität der Eltern, die unterschiedlichen Bildungserfahrungen und formellen und nichtformellen Kompetenzen anzuerkennen und zu berücksichtigen und dabei die Arbeitsfähigkeit der Gruppe gemeinsam zu erhalten und immer wieder neu herzustellen, ist für alle Beteiligten eine große Herausforderung. Fehlende zeitliche Ressourcen der Eltern sind ebenfalls eine große Einschränkung bei der Erarbeitung von komplexen Inhalten und bei der Herstellung eines verbindlichen Arbeitszusammenhangs. Einzelne arbeitsaufwendige Schritte, wie zum Beispiel Transkriptionen von Interviews, können hier zu einer großen Hürde werden und den Arbeitsprozess verzögern und überfordern.

Aus der Perspektive der Wissenschaftlerin geht es letztendlich darum, in einem nicht eindeutig definierten Arbeitskontext das eigene Verständnis von Forschung und Wissenschaft zu überprüfen und ebenfalls die Bereitschaft zu zeigen, diese Vorannahmen und Vorerfahrungen zu korrigieren und neue, der Situation angemessene Vorgehensweisen zu entwickeln.

Die Motivation der WissenschaftlerInnen sich auf diese Gratwanderung überhaupt einzulassen, lässt sich damit erklären, dass es bei den beteiligten Eltern in der Mehrheit ein tragfähiges Interesse und Engagement gibt, sich mit der häufig bisher unbekannten spezifischen Sphäre von wissenschaftlichem Denken und Handeln auseinandersetzen. Insbesondere die Auseinandersetzung mit Forschungsliteratur zum eigenen Thema, die Erhebung von Daten (zum Beispiel Gruppendiskussionen und Interviews) und die Auswertung dieser Daten ist ein intensiver gemeinsamer Prozess, der eine andere Wahrnehmung und Selbstreflexion mit sich bringt. Jedoch zeigt sich in der Rückschau, dass der zeitliche, gruppendynamische Vorlauf bis zu dieser letzten Phase des Prozesses unverhältnismäßig lang war und die eigentliche Phase der Erhebung, Auswertung und Einordnung der Ergebnisse viel zu kurz kommt. Die Erfahrungen zeigen, dass viele Schwierigkeiten, die in der Umsetzung auftauchen, struktureller und konzeptioneller Art sind. Durch eine andere Verteilung von finanziellen, personellen und zeitlichen Ressourcen, zum Beispiel wenn bestimmte Aufgaben wie Transkriptionen delegiert werden könnten, wäre die Forschungsarbeit in den monatlichen Treffen entlastet. Andere inhaltliche Weichenstellungen wie z.B. Fortbildungen zu wissenschaftlichem Arbeiten in der Anfangsphase, könnten bestimmte Missverständnisse frühzeitig ausräumen.

Bei den ausgewählten Themen der EFG fällt auf, dass sich alle Gruppen mit unterschiedlichen Fragestellungen zur Institution Schule und/oder Bildung beschäftigen.

Gesellschaftliche Diskriminierungserfahrungen und Ausschließungsprozesse im Kontext des Bildungssystems von Kindern und Eltern sind hier ein wesentlicher Faktor für das hohe Engagement der beteiligten Eltern, sich über einen Zeitraum von immerhin drei Jahren an den EFG zu beteiligen. Hier zeigt sich, dass der Anspruch der Berliner EFG und der französischen UPP, Eltern über einen aktiven Forschungsprozess zu ihrer Lebenssituation als Ergebnis eine hörbare „Stimme“ im eigenen Sozialraum zu verleihen, durchaus Realität geworden ist. Wenn Mütter erforschen, welchen Stellenwert fehlende zeitliche und ökonomische Ressourcen von Eltern bei der Unterstützung der eigenen Kinder im Bildungssystem faktisch haben oder wenn arabische Eltern berichten, welche konkreten Erfahrungen mit gescheiterter Kommunikation sie und ihre Kinder in Kontakten mit LehrerInnen machen oder wenn deutlich wird, wie sehr irrationale Ängste und Interventionen des sozialen Umfeldes, Eltern bei der Wahl einer Grundschule beeinflussen, werden hier relevante Themen aus dem konkreten Alltag von Eltern bearbeitet und in die Öffentlichkeit gebracht.

Fazit

Es zeigt sich, dass die Initiierung und Durchführung von „Elternforschungsgruppen“ ein ungewöhnlicher Ansatz von politischer Elternbildungsarbeit ist, der die Expertise von Eltern zum Ausgangspunkt macht und Eltern an öffentlichen Diskursen zu Lebensrealitäten von Eltern beteiligt. Es handelt sich dabei um ein Konzept, dass den grundlegenden Prinzipien sozialraumorientierter Ansätze entspricht (vgl. exempl. Hinte/Treeß 2006). Sozialraumorientierte Angebote richten sich häufig an Kinder, Mütter, Väter, das heißt Familien und haben „als oberstes Prinzip an den Interessen der Familien anzusetzen“ (Straßburger 2011: 7). Dabei lässt sich die „fachliche Expertise“ von Angeboten im Konzept der Sozialraumorientierung daran messen, ob eine „Fertigkeit des Nicht-Wissens“ und die „Anerkennung von Lebensweltexpertise“ zugrunde liegt und die Überzeugung „dass alle Menschen Experten ihrer jeweiligen Lebenswelt sind“ (a.a.O.: 7).

Die Berliner Elternforschungsgruppen werden zahlenmäßig wesentlich von Eltern mit Migrationshintergrund getragen. Bei der Thematisierung der Perspektiven von Eltern auf Schule als Institution werden spezifische Erfahrungen von Familien mit Migrationshintergrund mit Schulen herausgearbeitet. Deutlich wird, dass die „interkulturelle Öffnung“ von Schulen, für Familien mit Migrationshintergrund im Erleben vieler Eltern nur sehr unzureichend stattfindet. Schulen als Institutionen sind hier gut beraten, wenn sie sich mehr dafür interessieren, wie sie von unterschiedlichen Gruppen von Eltern und Kindern wahrgenommen werden (vgl. Baumheier/ Warsewa: 2010). Dafür können Elternforschungsgruppen gute Voraussetzungen schaffen und wichtige Informationen zur Verfügung stellen.

Elternforschungsgruppen können als eine Form der Praxisforschung eine besondere Rolle für Akteure im sozialen Raum bekommen. Grundlegend wird hier die Idee aufgegriffen, dass Menschen auch ohne akademische und wissenschaftliche Ausbildung wissenschaftliche Herangehensweisen und Methoden für sich sinnvoll nutzen können. Hier gibt es deutliche Bezüge zur Aktionsforschung, die unter verschiedenen Namen, wie zum Beispiel Handlungsforschung, aktivierende Sozialforschung, eingreifende Praxisforschung seit den 60er Jahre diskutiert und umgesetzt wurde (Altrichter 2008: 31). Diese Forschungsansätze hatten als Wissenschaftskritik überlange Zeit eine große Resonanz, wurden jedoch bis zu den 90er Jahren im deutschsprachigen Raum zunehmend verdrängt (a.a.O: 34). Hintergrund war die fehlende theoretische und methodologische Fundierung und Weiterentwicklung der Aktionsforschung im Gegensatz zum angloamerikanischen Raum, wo sie sich weiterentwickeln und etablieren konnte (Altrichter 2008: 36ff). In Deutschland gibt es jedoch mittlerweile auch eine Aktualisierung der Prämissen von Aktionsforschung in der deutschsprachigen Bildungsforschung (a.a.O: 39ff), in der Praxisforschung (vgl. Moser 2008: 63ff), in der Evaluationsforschung und in partizipativen Forschungsansätzen.

Für die Entwicklung des Konzepts der Elternforschungsgruppen ist abzuwarten, wie sich die Abschlussphase des Projekts gestalten wird. Seit 2011 wurde im Gesamtprojekt EFG ein Selbstevaluationsprozess initiiert, der die konzeptionellen Stärken und Schwachpunkte des Projektes analysieren und bewerten wird. Zielführend ist dabei die Frage, wie Konzepte für zukünftige EFG gestaltet werden können und sollten. Eine Voraussetzung hierzu ist die Auseinandersetzung mit der theoretischen und methodologischen Einbettung des Konzeptes im wissenschaftlichen Diskurs.

Literatur

Altrichter, Herbert (2008): Die Debatte um Aktionsforschung in der deutschsprachigen Bildungsforschung – Geschichte und aktuelle Entwicklungen. In: Unger, Hella/ Wright, Michael T. (Hg.): An der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Dokumentation einer Tagung zu partizipativer Forschung in Public Health. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). S.29-57.

Baumheier, Ulrike/ Warsewa, Günter (2010): Lokale Bildungslandschaften. Stadtteilnetze für Bildung und soziale Integration. In: sozialraum.de 1/2010. URL: http://www.sozialraum.de/lokale-bildungslandschaften.php, Datum des Zugriffs: 28.07.2011

Beber, Katinka/Jugendamt Friedrichshain-Kreuzberg i. Berlin (2008): Power Point Präsentation: Elternvolksuniversität – „Eltern forschen“. Berlin.

Clausier, Michelle/ Murcier, Emmanuelle (ACEPP) (2007): Elternvolkshochschulen. Université Populaire de Parents. Erste Überlegungen zu einem Experiment. Im Original: La démarche des U.P.P.: premiers éléments de réflexion. Unveröffentlichtes Papier: Paris.

Clausier, Michelle/ Murcier, Emmanuelle (2010) (Eds.): Université Populaire de Parents. Des parents, acteurs, chercheurs, citoyens. Chronique Sociale: Lyon.

Hinte, Wolfgang/ Treeß, Helga (2006): Sozialraumorientierung in der Jugendhilfe. Theoretische Grundlagen, Handlungsprinzipien und Praxisbeispiele einer kooperativ-integrativen Pädagogik. Weinheim und München: Juventa Verlag.

ISTA: Institut für den Situationsansatz/ Freie Universität Berlin: http://www.ina-fu.org/ista/, Datum des Zugriffs: 20.07.2011.

Moser, Heinz (2008): Aktionsforschung unter dem Dach der Praxisforschung: Methodologische Herausforderungen und Lösungsansätze. In: Unger, Hella/ Wright, Michael T. (Hg.): An der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Dokumentation einer Tagung zu partizipativer Forschung in Public Health. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). S.58-66.

Straßburger, Gaby (2009): Sozialraumorientierte interkulturelle Arbeit. In: sozialraum.de, 1/2009. URL: http://www.sozialraum.de/sozialraumorientierte-interkulturelle-arbeit.php, Datum des Zugriffs: 20.07.2011

Quartiersmanagement Düttmannsiedlung: Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011: URL: http://www.duettmann-siedlung.de/index.php?id=37&s=14, Datum des Zugriffs: 20.07.11.

Quartiersmanagement Schöneberger Norden: Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011 URL: http://schoeneberger-norden.de/uploads/media/Handlungskonzept_2011.pdf, Datum des Zugriffs: 20.07.11.

Quartiersmanagement Wrangelkiez: Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011. URL: http://www.quartiersmanagement-wrangelkiez.de/fileadmin/user_upload/pdf/2011/02_Feb/Wrangelkiez_IHK_2010_Netz.pdf, Datum des Zugriffs: 20.07.11.

Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg/ Oranienstraße: Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011. URL: http://www.qm-zentrumkreuzberg.de/qm2/images/qm-kotti/downloads/hkgesamttext2011_endversion.pdf, Datum des Zugriffs: 20.07.11.

Stiftung SPI: http://www.stiftung-spi.de/stadtentwicklung/stadt_quartierkotti.html, Datum des Zugriffs: 20.07.11.


Fussnoten

[1] franz.“ Association des collectifs enfants parents professionnels“. Dt Übers.:“Verband der Interessengemeinschaften von Kindern, Eltern und pädagogischen Fachkräften“). URL: www.uppacepp.eu.

[2] DECET (Diversity Early Childhood Education and Training): URL: www.decet.org

[3] Durch die Europäische Kommission geförderte Grundtvig-Lernpartnerschaften sollen es Einrichtungen, insbesondere kleineren Organisationen im Bereich der Erwachsenenbildung aus mindestens drei teilnehmenden Ländern ermöglichen, an Themen von gemeinsamem Interesse zu arbeiten. Im Vordergrund steht nicht das Erzielen von Ergebnissen, sondern der Kooperationsprozess. URL: http://ec.europa.eu/education/grundtvig/doc878_de.htm

[4] http://www.muetter-ohne-grenzen.eu/html/uberuns.htm

[5] http://www.aeuonline.de/index.php?id=19


Zitiervorschlag

Nadja Lehmann: „Eltern forschen“ im Sozialraum. In: sozialraum.de (4) Ausgabe 1/2012. URL: http://www.sozialraum.de/eltern-forschen-im-sozialraum.php, Datum des Zugriffs: 18.08.2016

Druckersymbol