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Anne Wihstutz (Hrsg.): Zwischen Sandkasten und Abschiebung. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2019. 240 Seiten. ISBN 978-3-8474-2222-8.
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Monika Alisch (Hrsg.): Sozialraumentwicklung in der Migrations­gesellschaft. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2019. 204 Seiten. ISBN 978-3-8474-2276-1.
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Editorial zur Ausgabe 1/2019

Liebe Leser*innen,

mit der vorliegenden Ausgabe 1/2019 erscheint das Online-Journal sozialraum.de zum vierzehnten Mal. In dieser Ausgabe sind 13 neue Beiträge versammelt die verdeutlichen, wie der Fachdiskurs des sozialräumlichen Denken und Handeln in der Sozialen Arbeit und den Sozialwissenschaften weiter mit großer thematischer Vielfalt und fachlichem Engagement geführt wird.

In der Rubrik „Grundlagen" blicken Michael May und Lothar Stock einleitend auf die Arbeit unseres kürzlich verstorbenen Kollegen Dieter Oelschlägel und verweisen auf das noch immer uneingelöste Erbe seiner gemeinwesenarbeiterischen Arbeitsprinzipien. Dieter Röh betrachtet unter dem Titel „Wille first, Bedenken second?“ kritisch die konzeptionelle Ausgestaltung der Sozialraumorientierung in einer sich aktuell stark wandelnden Eingliederungshilfe. Susanne Elsen stellt in ihrem Beitrag die konzeptionellen Grundlagen der Solidarischen Ökonomie dar und betrachtet deren Handlungsfelder und sozialräumliche Organisationsformen im Kontext Sozialer Arbeit. Und im englischsprachigen Beitrag von Tania Schusler und Amy Krings wird herausgearbeitet, wie die Lebensbedingungen in ökologisch belasteten Wohngebiete verbessert werden können, ohne dabei die ärmere Bevölkerung durch Prozesse der Gentrifizierung zu vertreiben.

Im Methodenkoffer stellen Karin Schmalriede und Karin Robben die Methode der „Appreciative Inquiry“ dar. Dieses Verfahren einer entdeckenden und wertschätzenden Erkundung und Ergebnissicherung wird häufig für die Moderation von Gruppen-, Team- und Nachbarschaftsprozessen in der Quartiers- und Organisationsentwicklung eingesetzt. Der Beitrag stellt die Hintergründe, Umsetzung und Wirkweisen der Methode dar und arbeitet die Unterschiede zu anderen Verfahren heraus.

Als Gast der Ausgabe konnten wir mit dem Martinsclub Bremen e. V. einen Träger der Behindertenhilfe gewinnen, der in seinem Beitrag deutlich macht, wie sozialraumorientierte und quartierbezogene Modelle auch in diesem Handlungsfeld zu konzeptionellen Bezugspunkten werden und gleichzeitig konkret, kreativ und innovativ in die Praxis umgesetzt werden können.

Die Rubrik Projekte wird mit einem Beitrag von Ulrich Deinet und Maria Icking zu einer empirischen Analyse der Schulsozialarbeit in Düsseldorf und deren sozialräumlichen Dimensionen eingeleitet. Annette Harth, Benedikt Rogge und Christian von Wissel stellen in ihrem Beitrag eine Sozialraumanalyse über den neuen Bremer Stadtteil Überseestadt, die dort vorfindbaren räumlichen Strukturen und die Aufgaben und Herausforderungen einer sozialen Quartiersentwicklung dar. Sabine Meier betrachtet in ihrer empirischen Analyse, wie in der professionellen und ehrenamtlichen Begegnung von Helfer*innen und Neuzugewanderten Prozesse des Emplacements im ländlichen Raum sozial hergestellt werden. Daniel Niebauer stellt anhand eines Lehrforschungsprojektes dar, welche sozialräumlichen Strukturen im Münchner Stadtviertel Ludwigsfeld vorfindbar sind und welche Bedarfe und Schlüsse für dessen weitere Gestaltung ermittelt werden konnten. Jennifer Hübner schließt mit einer Sozialraumanalyse des Berliner Quartiers Marienfelde ab, die die räumlich vorkonstruierten Gegebenheiten und die Aneignungsmöglichkeiten junger Menschen im urbanen Stadtrand zum Gegenstand hat.

In der Rubrik Praxis verweisen Marco Clausen und Kerstin Meyer von der Berliner Initiative Gemeingut Grün auf die Bedeutung der urbanen und interkulturellen Gärten für die Lebensqualität und die sozial-ökologische Transformation in Städten. Mit einem Entwurf eines Dauergartenvertrags legen sie vor, welche Infrastrukturen die von Bürger*innen getragenen sozialökologischen Gemeinschaftsgartenprojekte benötigen um ihre Wirkungen auch nachhaltig entfalten zu können. Darüber hinaus zeigen Karen Haubenreisser, Thomas Steinberg und Andrea Stonis anhand das Hamburger Modellprojekts QPlus wie eine quartierbezogene Eingliederungshilfe konkret ausgestaltet und umgesetzt werden kann und welche Potenziale sich für dabei für die Adressat*innen erschließen lassen.

Wir wünschen nun viel Freude beim Lesen und eine anregende Beschäftigung mit den Beiträgen dieser Ausgabe.

Bremen, Düsseldorf, St.Gallen, Wien im Oktober 2019,

Christian Spatscheck, Ulrich Deinet, Christian Reutlinger, Richard Krisch


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