Skater auf einer Treppe
Druckersymbol

Suche




Autor*innen

Hubert Knoblauch ist Professor für Allgemeine Soziologie/Theorie moderner Gesellschaften am Institut für Soziologie der TU Berlin. Er lehrt und forscht zur Soziologischen Theorie, Wissens- und Religionssoziologie, Kommunikation, zu qualitativen Methoden und zur Raumsoziologie. Er ist Mitglied des SFB „Affective Societies“ und Co-Sprecher des SFB „Re-Figuration von Räumen“ (beide finanziert durch die DFG). In letzterem leitet er das Teilprojekt „Zentren der Koordination“.
Kontakt: hubert.knoblauch@tu-berlin.de

Martina Löw ist Professorin für Architektur- und Planungssoziologie am Institut für Soziologie der TU Berlin. Sie ist Sprecherin des DFG-Sonderforschungsbereichs „Re-Figuration von Räumen“ und Co-Projektleiterin des Teilprojekts „Smart Cities: Alltagshandlungen in digitalisierten Lebensräumen“. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen: Raumtheorie, Stadt- und Kultursoziologie.
Kontakt: Martina.loew@tu-berlin.de

Lucie Bernroider studierte an der Universität Wien Kultur und Sozialanthropologie und trat daraufhin dem Cluster of Excellence „Asia and Europe in a Global Context“ an der Universität Heidelberg bei, wo sie zu Stadtraum, Gender und Mittelklasse in Indien arbeitete. Sie ist seit 2020 am DFG-Sonderforschungsbereich „Re-Figuration von Räumen“ tätig.
Kontakt: lucie.bernroider@tu-berlin.de

Inhalt

  1. Der SFB 1265 „Re-Figuration von Räumen“
  2. Sonderforschungsbereiche – Potenziale und Herausforderungen interdisziplinärer Arbeit
  3. Rahmenkonzept
  4. Kollaborative Formate
  5. Öffentlichkeitsarbeit, Wissenschaftskommunikation und künstlerische Forschung
  6. Resümee
  7. Weiterführende Links
  8. Literatur


Aktuelle Rezensionen

Buchcover

Friedemann Bringt: Umkämpfte Zivilgesellschaft. Verlag Barbara Budrich GmbH (Opladen, Berlin, Toronto) 2021. 300 Seiten. ISBN 978-3-8474-2535-9.
Rezension lesen   Buch bestellen

Buchcover

Sebastian Schipper, Lisa Vollmer (Hrsg.): Wohnungsforschung. transcript (Bielefeld) 2020. 472 Seiten. ISBN 978-3-8376-5351-9.
Rezension lesen   Buch bestellen

weitere Rezensionen zum Thema Sozialraum



socialnet Stellenmarkt

Erzieher (w/m/d) für Fachklinik für Kinder und Jugendliche, Insel Sylt

Erzieher oder Kinderpfleger (w/m/d) für Gemeinde­kindergärten, Eching

Mitarbeiter (w/m/d) im Betreuungsdienst für WG, Berlin

Sozialpädagoge bzw. Sozialarbeiter (w/m/d) für Schulsozialarbeit, München

Streetworker (w/m/d) für Stadtjugendpflege, Freising

Weitere Anzeigen im socialnet Stellenmarkt.

Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1265 „Re-Figuration von Räumen“ – Einblicke in einen Forschungsverbund zur interdisziplinären Raumforschung

Lucie Bernroider, Hubert Knoblauch, Martina Löw

Der SFB 1265 „Re-Figuration von Räumen“

Seit 2018 arbeiten im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Sonderforschungsbereich (SFB) 1265 „Re-Figuration von Räumen“ [1] mehr als 60 Soziolog*innen, Geograf*innen, Architekt*innen, Städteplaner*innen Kommunikationswissenschaftler*innen und Künstler*innen in einem Forschungsverbund zusammen. Die Wissenschaftler*innen beschäftigen sich mit den Fragen, welche Rolle der Raum bei den gesellschaftlichen Veränderungen spielt, die sich seit den 1960er-Jahren ereignen, wie etwa der neoliberalen Intensivierung des Wirtschaftens, den massiven Umbrüchen in der globalen politischen Geografie, der Entwicklung und Verbreitung digitaler Kommunikationstechnologien sowie der Zunahme der globalen Zirkulation von Menschen und Gütern.

Die Grundthese des SFB 1265 besteht darin, dass diese Wandlungsprozesse die Beziehungen von Menschen zu ihren Räumen radikal verändert haben und sie somit nicht mehr einfach als Globalisierung, Glokalisierung oder Transnationalisierung gefasst werden können (Knoblauch/Löw: 2017; Löw: 2018). Mit einem Konzept einer Refiguration von Räumen werden vielmehr auch die Spannungen dieser räumlichen Wandlungsprozesse gefasst, die sie auch durch die Besonderheit von (durchaus konflikthaften) Verräumlichungslogiken bzw. Raumfiguren erklärt. Mit der Beschreibung der Wandlungsprozesse als Refiguration und ihrer Erklärung will der SFB 1265 letztlich einen Beitrag dazu leisten, aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und Verunsicherungen besser begegnen zu können.

Neben der Ausarbeitung sozialtheoretischer Grundbegriffe der Räumlichkeit von Gesellschaft richtet sich die Arbeit des SFB 1265 zunächst auf die empirische Bestimmung qualitativer Merkmale der Refiguration: Was sind die bestimmenden Merkmale der Refiguration von Räumen? Welche neuen relationalen Anordnungen von Räumen lassen sich beobachten? Welche Rolle spielen subjektive Erfahrungen, Emotionen und Wissen – welche Rolle spielen kollektive Akteur*innen wie politische Netzwerke oder Migrations-Communities in diesen Prozessen? Wie steht die Veränderung des subjektiven Raumwissens im Zusammenhang mit den institutionellen Veränderungen von Räumen? Wie manifestieren sich Konflikte zum Beispiel in räumlichem Wissen, in neuen Formen von digitaler Kommunikation und digitaler Planung? Diesen Fragen geht der SFB 1265 in 15 Teilprojekten nach: Hier geht es zum Beispiel konkret um Emotionen und Raumwissen (bei Jugendlichen, bei Konsument*innen etc.) ebenso wie um neue smart cities, die räumliche Struktur digitaler Öffentlichkeiten (etwa bei Twitter) oder die Planung von Camps für Geflüchtete.

Die langfristigen Ziele, die der SFB 1265 verfolgt, beinhalten die Profilierung einer transdisziplinären Raumforschung sowie die Entwicklung innovativer, eigenständiger raumwissenschaftlicher Methoden. Dieses Vorhaben kann jedoch nur erreicht werden, wenn eine enge Integration der gemeinsamen Arbeit im SFB gelingt. Dabei steht vor allem auch die Zusammenführung bestehender und die Entwicklung neuer Verfahren der theoriegeleiteten empirischen Untersuchung von Raumphänomenen im Vordergrund. Dies betrifft sowohl die gemeinsame Theoriearbeit als auch das Aufeinandertreffen und die Weiterentwicklung der Methoden der verschiedenen beteiligten Disziplinen. Der SFB 1265 hat daher eine Reihe von Formaten erprobt, die die aktive Einbindung und Zusammenarbeit sämtlicher im Verbund beteiligten Forscher*innen fördern. Darüber hinaus verfolgt der Sonderforschungsbereich einen transdisziplinären Ansatz, der auch einen Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft bzw. die externe Kommunikation mit der Öffentlichkeit vorsieht. So arbeitet der Verbund im Austausch mit den mehr anwendungsorientierten Disziplinen zum Beispiel an möglichen Alternativen zur Gestaltung öffentlicher Räume und wirkt so auch in die Praxis hinein.

Im vorliegenden Beitrag wollen wir auf die besondere Form der Forschungszusammenarbeit eingehen, die ein SFB darstellt. Dazu sollen auch kurz die zentralen rahmenden Konzepte des SFB vorgestellt werden wie auch die unterschiedlichen Formate, in denen durch kontinuierliche Kollaboration die Anforderungen einer interdisziplinären Raumforschung erfüllt werden können.

Sonderforschungsbereiche – Potenziale und Herausforderungen interdisziplinärer Arbeit

Sonderforschungsbereiche wurden als langfristige, auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegte Forschungseinrichtungen an Hochschulen konzipiert. Als Großformat im Förderprogramm der DFG sollen sie somit die Durchführung „anspruchsvoller, aufwendiger und langfristig konzipierter Forschungsvorhaben durch Koordination und Konzentration von Personen und Ressourcen in den antragstellenden Hochschulen“ [2] ermöglichen. Die DFG gibt außerdem ausdrücklich die Erwartung vor, dass das Forschungsprogramm eines SFB auf der fächerübergreifenden Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen fußt, wobei auch die Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen erwünscht ist. Tatsächlich wurde bereits in der Konzeption von SFBs die Absicht geäußert, „der fortschreitenden Atomisierung der Fachgebiete durch fächerübergreifende Kooperation entgegenzuwirken“ (Streiter 2008: 6). Sonderforschungsbereiche bestehen aus mehreren miteinander vernetzten Teilprojekten, die von einzelnen oder mehreren Wissenschaftler*innen gemeinsam geleitet werden. Das Format des SFB sieht auch einen Wissenstransfer in Wirtschaft und Gesellschaft vor, entweder in Form von eigenen Transferprojekten und/oder in Form von Öffentlichkeitsarbeit bzw. Wissenschaftskommunikation. Im SFB 1265 wird die Öffentlichkeitsarbeit vorwiegend als Kunstforschung organisiert.

Die Arbeit in einem SFB bietet gerade in den Sozial- und Kulturwissenschaften ungewohnte Möglichkeiten, eröffnen die auf Kooperation zwischen Forschenden und Forschungsgruppen verschiedener Disziplinen angelegten Forschungsprogramme doch die Chance zu einer systematischen Grundlagenforschung. Auf der Grundlage der relationalen Raumtheorie Martina Löws (2001) hat der SFB in Verbindung mit dem kommunikativen Konstruktivismus einen metatheoretischen Rahmen ausgearbeitet (Knoblauch/Steets: 2020; Löw: 2020). Diese bilden einen gemeinsamen konzeptionellen Schirm, unter dem sich die empirischen Projekte bewegen. Diese verfolgen natürlich auch die sich aus disziplinären Verankerungen ergebenden Fragestellungen, profitieren aber auch von der gemeinsamen konzeptionellen Orientierung. Andererseits erlaubt es die interdisziplinäre Arbeit im Forschungsverbund bei der Untersuchung empirischer Raumphänomene auf die konzeptuellen und methodischen Repertoires unterschiedlicher Disziplinen zugreifen zu können.

Die interdisziplinäre Arbeit am SFB findet unter einem gemeinsamen Schirm statt

Abb. 1: Die interdisziplinäre Arbeit am SFB findet unter einem gemeinsamen Schirm statt. Quelle: © graphicrecording.cool, 2021.

Die Vorteile einer solchen interdisziplinären Arbeit sind natürlich auch mit Herausforderungen verbunden. Fachliche Interessen müssen in der Zusammenarbeit in erster Linie mit gemeinsamen interdisziplinären Fragestellungen vereinbart werden. Zugleich werden die Fragestellungen im Laufe der Forschung und der Auseinandersetzung mit den Forschungsergebnissen selbst weiterentwickelt. Dies gilt keineswegs nur für die einzelnen Projekte, sondern auch für das Rahmenkonzept.

Rahmenkonzept

Refiguration von Räumen wird als prozesshaft, räumlich-kommunikativ gedacht und verfolgt damit eine Prozessperspektive: Figurationen werden nicht als statische Strukturen, sondern als dynamische Prozesse verstanden (Elias: 1976). Das Konzept der Refiguration betont die Rolle der Interdependenzverhältnisse und ihre skalenübergreifende Verknüpfung, die gerade im Rahmen der digitalen Mediatisierung so spürbar geworden ist. Es bietet damit einige Andockpunkte für die unterschiedlichen disziplinären Ausrichtungen an. So erlaubt es uns etwa, sowohl die Ebene des subjektiven Raumerlebens und des räumlichen Wissens als auch die Ebene des räumlichen Zusammenhangs von Zirkulation und Ordnung und schließlich – als Vermittlungselement – auch die Ebene der kommunikativen Handlungen und Praktiken zu betrachten. Kommunikatives Handeln verstehen wir hierbei als verkörperte und deswegen immer auch verräumlichte und verräumlichende relationale Vollzüge (Knoblauch: 2017).

Das Konzept der Refiguration baut auf der Beobachtung auf, dass sich Gesellschaften weltweit in räumlichen Spannungen verändern. Prozesse der Entgrenzung und der Diffusion, wie etwa der Globalisierung und der Netzwerk-Gesellschaft, werden meist in einem Spannungsgeflecht von Öffnungs- und Schließungsbewegungen begleitet. Räumliche Veränderungen im Zuge der Coronakrise (Prozesse der Reterritorialisierung bei gleichzeitiger Intensivierung digitaler Vernetzung) veranschaulichen dies beispielsweise in einer verschärften Weise. Territorium und Netzwerk betrachten wir als exemplarische Raumfiguren, die eigene Verräumlichungslogiken aufweisen und deswegen auch in einen Konflikt geraten können. Im Zuge der laufenden Forschungen ist uns aber auch die Rolle von Bahnenräumen deutlich geworden, wie auch der Ort weiterhin seine Relevanz behalten hat.  

Refiguration als theoretischer Rahmen bietet sich so dazu an, Fragen und Einsichten aus verschiedenen Disziplinen zusammenzuführen, um gezielt solche Spannungsverhältnisse – z. B. zwischen Entgrenzung und Begrenzung, aber auch zwischen Zentralisierung und Peripherisierung, zwischen Lokalisierung und Translokalisierung – zu identifizieren, wobei die Refiguration nicht die Spannungen selbst, sondern den Umbau sozialräumlicher Ordnung und Ordnungsprinzipien, der aus diesen Spannungen hervorgeht, einfängt. Wer jedoch in welchem disziplinären Relevanzrahmen welche Spannungen adressiert, darf im SFB offenbleiben.

Der Ausgangspunkt der empirischen Forschung im SFB 1265 war die Orientierung an einigen Hypothesen, die wir mit dem Konzept der Refiguration verbanden. Diese leitgebenden Hypothesen wurden sehr offen gefasst, um die Unterschiedlichkeit der spezifischen Teilprojekte anzuerkennen und gleichzeitig als sensibilisierende Konzepte (vgl. Blumer: 1954) eingesetzt werden zu können. Sie umfassen die im engen Zusammenhang miteinander stehenden Begriffe der Polykontexturalisierung, Mediatisierung und Translokalisierung. Anders als im Fall des abstrakten und am Container-Modell orientierten Raums der Moderne zeigen wir, dass Raumkonstitution heute erstens zunehmend polykontextural erfolgt, dass also im Handeln immer häufiger und immer mehr Raumbezüge zugleich wirksam werden. [3] Zweitens gehen wir davon aus, dass die Polykontexturalisierung eng an die zunehmende, immer auch räumliche Mediatisierung kommunikativen Handelns durch digitale Kommunikationstechnologien geknüpft ist, die dazu führen, dass Menschen gleichzeitig in verschiedenen Maßstabsebenen agieren. Vermittelt durch die Mediatisierung des Handelns und die Zirkulation von Menschen, Dingen und Technologien kommt es drittens zu einer Translokalisierung, also einer Koppelung verschiedener Orte.

Gerade in der Coronakrise ist uns allen die Rolle der digitalen Netzwerke und die gleichzeitig, geradezu gegenläufige Betonung der Orte, etwa des Zuhauses, deutlich geworden. Sie ermöglicht und verstärkt die Translokalisierung von Beziehungen, Ereignissen und ganzen Organisationen (Knoblauch/Löw: 2020a). Ebenso unterstrichen wurde dadurch aber auch die Konflikthaftigkeit etwa zwischen der globalen Zirkulation von Waren und Menschen, die wir als selbstverständlich angesehen hatten, und den sich verstärkenden Abgrenzungen. Diese sich aus den unterschiedlichen Logiken von Raumfiguren speisenden Konflikte sind ein neuer Fokus des SFB 1265. Um die Ähnlichkeiten und Unterschiede, aber auch die vielfachen Verflechtungen in den weltweit sehr verschiedenen Räumen zu erfassen, die der SFB empirisch rund um die Erdkugel untersucht, verfolgt er ein besonderes Konzept des Vergleichs.

Mit dem Begriff der multiple spatialities soll vermieden werden, die untersuchten Räume schon vorab als abgegrenzte und eigenständige Einheiten (wie etwa als geschlossene „Kulturen“) zu fassen. Mit dem Konzept gehen wir vielmehr von ihrer relationalen Verflochtenheit aus, tragen aber der durchaus auch konflikthaften Vielfalt des räumlichen Wissens, des räumlichen Handelns und räumlicher Regimes Rechnung, um diese adäquat beschreiben und schließlich besser verstehen zu können.

Untersuchungsorte der Teilprojekte des SFB 1265 der ersten Phase

Abb. 2: Untersuchungsorte der Teilprojekte des SFB 1265 der ersten Phase. Quelle: Eigene Darstellung/LaLoma GbR.

Die multiple spatialities helfen dabei, Refiguration nicht banal am westlichen Modell zu entwickeln. Vielmehr finden wir unterschiedliche Ausprägungen der Refiguration in Gesellschaften weltweit. Ein Untersuchungsort im SFB 1265 ist zum Beispiel Südkorea, wo eher von einer „komprimierten Moderne“ die Rede ist und die Urbanisierung von einer digitalisierten Mediatisierung sowie einer nationalistischen Orientierung und einem anhaltenden Familialismus begleitet wird (Chang: 2010). Unterschiede, Ähnlichkeiten und Relationen hinsichtlich der Refiguration der Räume wurden auch in der Untersuchung von digitaler Integration in ostasiatischen Kontrollräumen im Vergleich zu raumintegrierten Kontrollräumen in Europa deutlich sowie in der Analyse lokaler und translokaler Themen der Jerusalemer und Berliner Twittersphäre. In der vergleichenden Untersuchung von Biografien von Mittelschichtsangehörigen in Nairobi und Berlin stechen indes die unterschiedlichen Beziehungen zwischen Raumimaginationen hervor. Während das Globale durchaus von allen Interviewpartner*innen in ihren biografischen Narrationen als relevanter räumlicher Referenzrahmen genannt wird (z. B. als globalisierte Erwerbsarbeitswelt), wird die Identifikation mit dem Globalen im globalen Süden deutlich häufiger betont. In und zwischen den unterschiedlichen am SFB beteiligten Teilprojekten sollen daher die Heterogenität sowie die Verflechtungen im Raumwissen, -handeln und -konstruktionen innerhalb und zwischen Gesellschaften im Fokus bleiben, auch um einem methodologischen Nationalismus bzw. einem Ethnozentrismus in der Begriffsbildung langfristig entgegenzuwirken. Auch hier hilft die Differenzierung zwischen den Dimensionen des Wissens, des Handelns und der Institutionen bzw. der Zirkulation, Vergleiche und Bezüge hinsichtlich der Art und Weise, wie Räume entstehen und verfestigt werden, aus den einzelnen Fallstudien heraus herzustellen (Löw et al.: 2021). Diese Studien zielen durchaus auch auf die Herausstellung konkreter, materialer Raumanordnungen, also gleichsam auf die typischen Raumformen der Refiguration, ab. Das sind etwa zaunfreie gated communities, wie wir sie in Südkorea beobachtet haben, neue fluide Grenzen, wie in der EU, integrierte Kontrollzentren etwa in Brasilien oder cyber-physische Räume hergestellt durch lokative Medien, wie wir sie in Japan und auch in Europa finden.

Kollaborative Formate

Grundlegend für die tägliche Arbeit im kollaborativen Forschungsformat eines SFB ist neben der oben umrissenen Rahmenkonzeption vor allem aber auch die Frage, wie wissenschaftliche Zusammenarbeit, insbesondere im Hinblick auf Theoriebildung, organisiert und realisiert werden kann. Die Interdisziplinarität in einem SFB ist daher nicht nur eine konzeptionelle Frage, sondern erfordert die Entwicklung kommunikativer Formate, die eine intensive Kommunikation und Kooperation aufrecht erhalten und institutionalisieren. Diese Formate dienen der interdisziplinären Zusammenführung und Ausverhandlung von SFB-Inhalten sowie der Verknüpfung der verschiedenen methodischen Ansätze, Datensorten und Darstellungsformen der beteiligten Disziplinen. Neben den verschiedenen für SFBs bewährten Modulen (Plenen, Workshops, Konferenzen, Retreats, Vortragsreihen, Arbeitsgruppen) hat der SFB 1265 hierfür ergänzende Formate entwickelt. Im Folgenden werden die sensitizing visits und das Methoden-Lab als zwei solcher für den SFB zentralen Formate vorgestellt.

Der SFB 1265 hat (wie an SFBs üblich) einen institutionellen und räumlichen Hauptsitz, in diesem Fall an der TU Berlin. Die weitere Verteilung auf unterschiedliche Fakultäten, Universitäten und Städte birgt natürlich für die interdisziplinäre Zusammenarbeit gewisse Herausforderungen. Um dem entgegenzuwirken, hat der SFB das Format der sensiziting visitskonzipiert (Knoblauch/Löw: 2020b). Bei diesen Projektbesuchen an ihren jeweiligen Standorten geht es vor allem darum, empirische Beobachtungen in die allgemeineren Fragestellungen des SFB einzuordnen und die theoretischen Ziele des SFB mit den Ausrichtungen einzelner Projektmitarbeitender abzustimmen. Hierbei soll immer wieder die Offenheit der Konzepte betont und auf den Bezug zu alternativen Begriffen aus den jeweiligen Disziplinen hingewiesen werden, um damit auch den Anschluss an weitere, auch fächer-spezifische Diskurse zu gewährleisten. Dadurch wird schließlich der Aufgabe Rechnung getragen, die hypothetischen sensitizing concepts durch die empirisch beobachteten Ausprägungen räumlicher Verhältnisse weiter zu spezifizieren, sprich Translokalisierung, Mediatisierung oder Polykontexturalisierung bzw. auch andere passende oder alternative Konzepte weiterzuentwickeln.

Ein weiteres, für den SFB wesentliches Format der Kooperation bildet das Methoden-Lab unter der Leitung der Wissenschaftsethnografin Séverine Marguin. Das Methoden-Lab wurde eingerichtet, um den Abgleich und die Zusammenführung der unterschiedlichen raumbezogenen Methoden zu ermöglichen, die zur Raumforschung in und zwischen den am SFB beteiligten Disziplinen genutzt werden. Mit Beratungen, internen Datensitzungen und Workshops (zum Teil mit Beteiligung externer Expert*innen) bietet es ein gemeinsames Forum für die Methodenausbildung und -weiterbildung, das, nachdem in der Regel alle Forschungsprojekte empirische Methoden einsetzen, als ein zentrales verbindendes Element im SFB fungiert. Das Methoden-Lab wird somit zur Schnittstelle, zu einem Begegnungs-, Diskussions- und Präsentationsort, an dem unterschiedliche Forschungstraditionen zusammenkommen. Im SFB 1265 sind dies vorwiegend die in Architektur, Geografie und Planungswissenschaften entwickelten Methoden der Visualisierung, des Kartografierens und des Entwurfs und die in der Kommunikationswissenschaft und der Soziologie üblichen Verfahren der quantitativen und qualitativen Erhebung. So treffen hier etwa unterschiedliche Medialitäten aufeinander, seien es visuelle, textuelle oder numerische Datenarten. Das Methoden-Lab ermöglicht also das gegenseitige Kennenlernen etablierter Methoden aus anderen disziplinären Communities. Über diese Begegnung leistet das Methoden-Lab einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung eigenständiger, integrierter Forschungsmethoden der Raumforschung, die raumwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Kompetenzen bzw. Zugänge zur Wirklichkeit miteinander verbinden. [4]

Eine gemeinsame Datensitzung der Hybrid-Mapping Arbeitsgruppe im Methoden-Lab

Abb. 3: Eine gemeinsame Datensitzung der Hybrid-Mapping Arbeitsgruppe im Methoden-Lab. Quelle: © Marc Volk, 2018.

Die sensitizing visits, gemeinsame Datensitzungen und das Methoden-Lab sind kommunikative Formen, die „in“ den SFB hineinwirken. Sie tragen dazu bei, dass die verschiedenen Disziplinen und Akteur*innen im SFB kontinuierlich miteinander im Gespräch bleiben. Sie sind aber nicht die einzigen Formate des Austausches und der Kooperation im SFB. Die Theoriebildung wird zum Beispiel auch in sogenannten Theorie-Tandems sowie in den unterschiedlichen Projektbereichen und Querschnittsgruppen zusammengeführt. An dieser Stelle wäre auch das integrierte Graduiertenkolleg (MGK) des SFB 1265 besonders hervorzuheben. Gemäß der Zielsetzung von Sonderforschungsbereichen, die Nachwuchsförderung voranzutreiben, sind die Promovierenden (und Postdocs) maßgeblich an den Forschungen im SFB beteiligt. Das MGK adressiert die besonderen Herausforderungen, die die interdisziplinäre Raumforschung für den wissenschaftlichen Nachwuchs mit sich bringt, und weitet den Blickwinkel der Promovierenden über die spezifischen Anforderungen ihrer jeweiligen Teilprojekte hinaus auf die im SFB insgesamt verfolgten Forschungsperspektiven. Daher ist auch das MGK ein Ort, an dem die Vernetzung innerhalb der Teilprojekte und Disziplinen verstärkt betrieben wird und die Herangehensweisen verschiedener Disziplinen direkt miteinander konfrontiert werden.

Strukturen der inter- und transdisziplinären Arbeit im SFB

Abb. 4: Strukturen der inter- und transdisziplinären Arbeit im SFB. Quelle: Eigene Darstellung.
Anklicken zum Vergrößern

Es soll nicht verschwiegen werden, dass die große Zahl solcher kommunikativen Formate und Veranstaltungen nur mit zusätzlichem zeitlichen Aufwand und persönlichem Engagement aufrechtzuerhalten ist. Jedoch stellen die SFB-Veranstaltungen keineswegs nur oberflächliche, rituelle oder organisatorische Strukturen dar, die getrennt von der Wissensproduktion des SFB betrachtet werden können. Vielmehr erleichtern es diese Formate, dass die Unterschiede in fachlichen Vorgehensweisen und Kompetenzfeldern wechselseitig ergänzend und produktiv genutzt werden können. Nur so kann sichergestellt werden, dass gemeinsame Befunde aus den verschiedenen Perspektiven der Teilprojekte und Disziplinen hervorgehen und sowohl inhaltlich wie methodisch Neues aus der Kooperation entsteht.

Öffentlichkeitsarbeit, Wissenschaftskommunikation und künstlerische Forschung

Das Format eines SFB geht jedoch über die Zusammenarbeit verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen hinaus und soll sich dezidiert auch dem Transfer zwischen Wissenschaft und Gesellschaft widmen. Dazu gehört einmal die Anwendung der Forschung, die ja etwa in den beteiligten Planungswissenschaften oder der Architektur eine unmittelbare Umsetzung findet. Für die Grundlagenforschung dagegen spielt die Wissenschaftskommunikation eine besondere Rolle. Was heute weitgehend als Wissenschaftskommunikation bezeichnet wird, stellt die eindeutige Forderung an die Wissenschaft, ihre Erkenntnisse, Einsichten und Befunde über eingegrenzte Fachöffentlichkeiten hinaus auch in die Gesellschaft hinein zu kommunizieren. Diese Orientierung wissenschaftlicher Forschung hin zur Öffentlichkeit hat auch in der Soziologie unter dem Begriff der „Public Sociology“ große Resonanz erfahren (vgl. Burawoy: 2005). Unter dem Stichwort der Transdisziplinarität (vgl. Bührmann/Franke: 2018) wird in diesem Zusammenhang auch eine Hinwendung zu nichtwissenschaftlichen Erkenntnisformen (etwa in der Kunst) und Handlungsformen (etwa partizipative Forschung) mitangesprochen.

Die Ergebnisse des SFB 1265 werden in erster Linie u?ber ein Projekt der Öffentlichkeitsarbeit, das mit den Mitteln der zeitgenössischen Kunst und Kunstforschung arbeitet, einem allgemeinen Publikum kommuniziert. Das Projekt selbst verfolgt auch einen eigenen Forschungsfokus und beschäftigt sich im Besonderen mit den räumlichen Überlagerungen von Migration und Tourismus (Bürkle: 2021a). Die künstlerische Auseinandersetzung und Aufbereitung von SFB-Themen ermöglicht es dem SFB andere Erkenntnisformen zu erkunden. Durch diese „Übersetzung“ werden die Inhalte der Forschung auf ihre Weise einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Beispiele für weitere Veranstaltungen und Maßnahmen der Wissenskommunikation sind etwa:

  • Die Veranstaltungsreihe „Refiguring Spaces“ (2018–2020) am Haus der Kulturen der Welt Berlin wurde als Wissensraum und Schnittstelle zwischen universitärer Forschung und Öffentlichkeit konzipiert und von Stefanie Bürkle kuratiert. Teilprojekte konnten hier aus dem SFB 1265 heraus Forschungsfragen und Methodenfragen an ein größeres Publikum adressieren und bestehende Diskurse zu räumlichen Phänomenen in Kunst und Wissenschaft miteinander in Dialog bringen. Diese Ergebnisse und Erkenntnisse flossen dann wieder zurück in den Forschungsprozess und befruchteten so den SFB.
  • Die Ergebnisse des Projekts der Öffentlichkeitsarbeit und der künstlerischen Forschung wurden vom 22. April bis 25. Mai 2021 im CLB Berlin – Collaboratorium im Aufbau Haus am Moritzplatz einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. In der Kunstaustellung wurden Besucher*innen in Form einer begehbaren Rauminstallation aus Mehrkanal-Videoprojekten, Mappings, Interviewmitschnitten und Fototapeten dazu angeregt, die herkömmliche Wahrnehmung von Migration und Tourismus zu hinterfragen. [5]

MigraTouriSpace Ausstellung

Abb. 5: MigraTouriSpace Ausstellung. Quelle: StefanieBürkle@VGBild-Kunst Bonn 2021.

  • Forschungsergebnisse des Teilprojekts „Architekturen des Asyls“, das zu Raumpraktiken in Unterkünften für Geflüchtete forscht, waren neben Arbeiten der Habitat Unit (TU Berlin) vom 12. Juni bis 31. Oktober 2021 im Rahmen der Freiluftausstellung „Zu/Flucht“ am Anhalter Bahnhof Berlin zu sehen.
  • Das Festival „Wissensstadt Berlin 2021“ brachte Wissenschaft und Öffentlichkeit zusammen, um aktuellen und zukunftsweisenden Fragen im Dialog nachzugehen. Mehrere Projekte des SFB 1265 waren im Festival vertreten. So bot das Projekt „Raumwissen von Kindern und Jugendlichen in der Planung“ in einem Ausstellungsbeitrag Einblicke in das Raumwissen der Kleinsten der Gesellschaft. Auf spielerische Weise ließ das Projekt „Translokale Netzwerke - Öffentlichkeit im Social Web“ Besucher*innen räumliche Aspekte ihrer eigenen digitalen Kommunikation erkunden. Das Projekt „Architekturen des Asyls“ präsentierte Ergebnisse seiner Forschung in und über Geflüchteten-Unterkünfte in Berlin und Jordanien, während das Projekt „Die Welt in meiner Straße“ den Einfluss der Corona-Pandemie auf soziale Netzwerke von Berliner*innen thematisierte.
  • Der von Projektleitenden des SFB herausgegebene Band „Räume in Veränderung – Ein visuelles Lesebuch“ (Hoerning/Misselwitz: 2021) präsentiert die wesentlichen Fragen und Ideen der Raumforschung in einer innovativen Kollaboration zwischen Wissenschaftler*innen des SFB und grafischen Künstler*innen. Das daraus resultierende Buch verbindet informative Texte mit kommentierenden Bildern und durchbricht so auf humorvolle Weise etablierte Formate des Wissenschaftsdiskurses.

Cover „Räume in Veränderung"

Abb. 6: Cover „Räume in Veränderung" (erschienen bei Jovis, 2021). Quelle: Jovis Verlag.

  • Der Blog des SFB 1265 veröffentlicht Beiträge, die Einblicke in die Arbeiten und Ideen des Forschungsverbundes geben. Publiziert werden Debattenbeiträge, Interviews und Notizen von Konferenzen und Forschungsreisen, die sowohl von Mitgliedern und Assoziierten des SFB als auch von Student*innen und externen Wissenschaftler*innen sowie Journalist*innen und Praktiker*innen unterschiedlicher Fachrichtungen verfasst werden. Der Blog wird von engagierten Mitgliedern aus dem Mittelbau des SFB betreut, die die Beiträge lektorieren und prüfen.

Resümee

Der vorliegende Beitrag bietet einige Eindrücke in unsere noch weiter auszuarbeitenden Konzepte und Ideen rundum die Refiguration von Räumen. Die inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaftler*innen aus Soziologie, Geografie, Kommunikationswissenschaft, Planung, Architektur und Kunst hat sich im SFB 1265 sehr bewährt. Sie hat uns zur Konzeption der oben beschriebenen kommunikativen Formate inspiriert, die wiederum sowohl der Entwicklung eigenständiger Methoden der sozialwissenschaftlichen Raumforschung dienen als auch zu einer „sozialen Theoriebildung“ führen, die auf der interdisziplinären Vielfalt, der gemeinsamen Forschung und der kommunikativen Auseinandersetzung aufbaut.

Die 3. Internationale Tagung des SFB 1265 „Re-Figuration von Räumen“ wird unter dem Titel „Spatial Refiguration: Dynamics, Challenges, and Conflicts“ vom 28. bis 30. Oktober 2021 stattfinden.

Website des SFB: https://sfb1265.de/

Zentrale Publikationen des SFB: https://sfb1265.de/publikationen/zentrale-publikationen/

Informationsfilm des SFB: https://sfb1265.de/einblicke/videos/informationsfilm/

Literatur

Blumer, H. (1954): What is wrong with social theory? In: American Sociological Review, 18(1), 3–10.

Bührmann, A.A./Franke, Y. (2018): Transdisziplinarität: Versuch einer Kartografierung des Feldes. In: Forum: Qualitative Sozialforschung, 19(2), 22.

Burawoy, M. (2005): For public sociology. In: American Sociological Review, 70(1): 4–28.

Bürkle, S. (2021a): VERHEIMATEN. In Löw, M./Sayman, V./Schwerer, J./Wolf, H. (Hrsg.): Am Ende der Globalisierung. Über die Refiguration von Räumen (S. 59–79). Bielefeld: transcript.

Bürkle, S. (2021b): MigraTouriSpace. Raummigration und Tourismus. Berlin: Jovis Verlag.

Chang, K.-S. (2010): East Asia’s Condensed Transition to Modernity. In: Soziale Welt, 61(3-4): 319–328.

Elias, N. (1976): Über den Prozeß der Zivilisation. Soziogenetische und psycho-genetische Untersuchungen. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Heinrich, A. J./Marguin, S./Million, A./Stollmann, J. (Hrsg.) (2021): Handbuch qualitative und visuelle Methoden der Raumforschung. Bielefeld: transcript.

Hoerning, J./Misselwitz, P. (2021): Räume in Veränderung – Ein visuelles Lesebuch. Berlin: Jovis Verlag.

Knoblauch, H. (2017): Die kommunikative Konstruktion der Wirklichkeit. Wiesbaden: Springer.

Knoblauch, H./Löw, M. (2017): On the Spatial Re-Figuration of the Social World. In: Sociologica, 11(2). doi: 10.2383/88197.

Knoblauch, H./Löw, M. (2020a): Dichotopie. Die Refiguration von Räumen in Zeiten der Pandemie. In: M. Volkmer/Werner (Hrsg.): Die Corona-Gesellschaft. Analysen zur Lage und Perspektiven für die Zukunft (S. 89–99). Bielefeld: transcript.

Knoblauch, H./Löw, M. (2020b): Soziale Theoriebildung. Möglichkeiten von Interdisziplinarität in einem soziologisch geleiteten DFG-Sonderforschungsbereich. In: Soziologie, 49(1): 7–22.

Knoblauch, H./Löw, M./Stollmann, J./Weidenhaus, G. (Hrsg.). (2021): Polycontexturalization: A Spatial Phenomenon . In: sozialraum.de, 13(1), Special Issue 1/2021.

Knoblauch, H./Steets, S. (2020): Von der Konstitution zur kommunikativen Konstruktion von Raum. In: J. Reichertz (Hrsg.): Grenzen der Kommunikation – Kommunikation an den Grenzen (S. 134–148). Weilerswist: Velbrück.

Löw, M. (2001): Raumsoziologie. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Löw, M. (2020): In welchen Räumen leben wir? Eine raumsoziologisch und kommunikativ konstruktivistische Bestimmung der Raumfiguren Territorialraum, Bahnenraum, Netzwerkraum und Ort. In: J. Reichertz (Hrsg.): Grenzen der Kommunikation. Kommunikation an den Grenzen (S.149–164). Weilerswist: Velbrück.

Löw, M. (2018): Vom Raum aus die Stadt denken. Bielefeld: transcript.

Löw, M./Sayman, V./Schwerer, J./Wolf, H. (Hrsg.) (2021): Am Ende der Globalisierung. Über die Refiguration von Räumen. Bielefeld: transcript.

Streiter, A. (2008): Der Zauber der runden Zahl. 40 Jahre Sonderforschungsbereiche. Beilage zur duz - das unabhängige Hochschulmagazin, 19. September 2008, 6–7.


Fußnoten

[1] Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) – Projektnummer 290045248 – SFB 1265.

[2] Siehe https://www.dfg.de/foerderung/programme/koordinierte_programme/sfb/

[3] Vgl. die Sozialraum.de Special Issue 1/2021 (Knoblauch/Löw/Stollmann/Weidenhaus: 2021). Online unter: https://www.sozialraum.de/special-issue-1-2021.php

[4] Siehe das von Mitgliedern des SFB herausgegebene „Handbuch qualitative und visuelle Methoden der Raumforschung“ (Heinrich/Marguin/Million/Stollmann: 2021).

[5] Das Buch zur Ausstellung ist 2021 im Jovis Verlag erschienen (Bürkle: 2021b).


Zitiervorschlag

Lucie Bernroider, Hubert Knoblauch und Martina Löw (2021): Der Sonderforschungsbereich (SFB) 1265 „Re-Figuration von Räumen“ – Einblicke in einen Forschungsverbund zur interdisziplinären Raumforschung. In: sozialraum.de (13) Ausgabe 2/2021. URL: https://www.sozialraum.de/der-sonderforschungsbereich-sfb-1265-re-figuration-von-raeumen.php, Datum des Zugriffs: 04.12.2021

Druckersymbol

Gast der Ausgabe