Sozialräumliche Nutzer:innenforschung
Demokratisierung von Sozialraumanalysen durch Subjektorientierung
Anne van Rießen, Carina Bhatti, Katja Jepkens
1. Theoretische Linien Sozialräumlicher Nutzer:innenforschung
Sozialräume sind keine neutralen Container, sondern Ergebnisse sozialer Praktiken, Bedeutungszuschreibungen und Relationen. Für die Soziale Arbeit folgt daraus ein doppelter Erkenntnisanspruch: Sozialräume müssen einerseits als strukturell gerahmte Konstellationen analysiert werden, in denen Infrastrukturen, Ressourcen, institutionelle Zuständigkeiten, sozialpolitische Programme und symbolische Zuschreibungen wirksam werden. Andererseits sind sie als gelebte und hervorgebrachte Räume zu verstehen, die durch alltägliche Nutzung, Aneignung, Vermeidung, Bewegung und Deutung konstituiert werden. Genau in diesem Spannungsverhältnis setzt die Forschungsperspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung an: Sie verschiebt die Sozialraumanalyse von einer primär ‚von außen‘ beschreibenden Raumanalyse hin zu einer Forschungsperspektive, die Sozialräume von ihren tatsächlichen und potenziellen Nutzungen, Nicht-Nutzungen und Gebrauchswerten her rekonstruiert. Die theoretische Grundlegung der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung ergibt sich aus der Verbindung dreier Linien: relationaler Raumtheorie, sozialraumtheoretischer Perspektiven Sozialer Arbeit und Sozialpädagogischer Nutzer:innenforschung. Diese Linien stehen nicht additiv nebeneinander, sondern begründen gemeinsam, aus welchen Gründen im Kontext einer Sozialraumanalyse danach gefragt werden sollte, wie sozialräumliche Strukturen im Alltag der Subjekte praktisch relevant werden.
Erstens schließt die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung an Martina Löws Raumsoziologie an, in der Raum als relationale (An-)Ordnung begriffen wird, die durch Platzierungen und Syntheseleistungen in sozialen Praktiken entsteht (Löw 2001). Raum ist in diesem Verständnis kein Container, in dem soziale Prozesse lediglich stattfinden, sondern entsteht fortlaufend in und durch soziale Praktiken, materielle Arrangements, Bewegungen, Routinen und Deutungen. Für Sozialraumanalysen folgt daraus, dass räumliche Gegebenheiten nicht unabhängig von den Praktiken ihrer Nutzung, Aneignung, Umgehung oder Vermeidung verstanden werden können. Eine Analyse, die allein bauliche, infrastrukturelle oder administrative Merkmale beschreibt, bleibt deshalb partiell. Sie kann zeigen, welche Ressourcen oder Institutionen vorhanden sind, aber nicht hinreichend erklären, wie diese im Alltag wahrgenommen, erreicht, genutzt, gemieden oder umgedeutet werden. Zweitens knüpft die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung an das Sozialraumverständnis von Fabian Kessl und Christian Reutlinger an. Sozialräume werden hier als ständig (re-)produziertes Gewebe sozialer Praktiken bestimmt, in dem sich territoriale, soziale, institutionelle und gesellschaftliche Dimensionen verschränken (Kessl/Reutlinger 2007). Damit wird ein absoluter Raumbegriff zurückgewiesen, der Räume als stabile, unabhängig von sozialen Praktiken bestehende Einheiten fasst. Im Zentrum steht vielmehr ein relationaler Raumbegriff, der das Doppelspiel von territorial-geographischer und sozialer Dimension fokussiert. Sozialräume sind demnach physisch situiert und zugleich gesellschaftlich organisiert. Sie sind Orte alltäglicher Praxis, aber ebenso Ausdruck institutioneller Ordnungen, sozialer Ungleichheiten und politischer Steuerungsformen. Für eine Sozialraumanalyse bedeutet dies, dass nicht nur ein Raum analysiert wird, sondern ein Gefüge von Relationen, in dem sich materielle Bedingungen, soziale Praktiken, institutionelle Zuständigkeiten und symbolische Ordnungen wechselseitig hervorbringen. Drittens wird die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung durch die Sozialpädagogische Nutzer:innenforschung fundiert, die, basierend auf der Neueren Dienstleistungstheorie (Schaarschuch 1998; 2003), Nutzung, Nicht-Nutzung und Nutzen nicht als Randphänomene, sondern als zentrale empirische Kategorien versteht (Oelerich/Schaarschuch 2005; van Rießen/Jepkens 2020). Aus dieser Perspektive bemisst sich die sozialarbeiterische Relevanz sozialräumlicher Arrangements daran, ob Angebote, Einrichtungen oder Infrastrukturen für die Subjekte unter den Bedingungen ihres Alltags Gebrauchswert entfalten. Gerade hierin wird die spezifische Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung sichtbar. Relationale Raumtheorien begründen, dass Sozialräume durch Praktiken, Platzierungen, Deutungen und institutionelle Ordnungen hervorgebracht werden. Die Sozialpädagogische Nutzer:innenforschung schärft den Blick darauf, wie diese Ordnungen aus der Perspektive der Subjekte praktisch relevant werden.
Im Rahmen der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung fragen wir daher nicht nur, welche Infrastrukturen, Angebote oder Ressourcen in einem Sozialraum vorhanden sind. Vielmehr steht im Fokus, wie diese unter den konkreten Lebensbedingungen zugänglich werden, für wen sie anschlussfähig sind, welche Nutzungsweisen sie ermöglichen, welche Formen der Aneignung oder Umdeutung entstehen und wo Nicht-Nutzungen auf Passungsprobleme verweisen. Im Zentrum steht damit nicht einfach ein erweitertes Wissen über einen Raum, sondern Wissen über sozialräumliche Passungsverhältnisse. Welche institutionellen Angebote, Ressourcen, Regeln und Zuschreibungen ermöglichen Teilhabe – und welche produzieren Barrieren, Ausschlüsse, Stigmatisierungen oder Nicht-Nutzung? Damit verschiebt sich auch der Anspruch einer Sozialraumanalyse. Sie ist nicht nur empirische Beschreibung räumlicher Bedingungen, sondern zugleich Analyse der Herstellung sozialräumlichen Wissens. Welche Perspektiven werden einbezogen, welche Erfahrungen gelten als relevant, welche Nutzungsweisen werden sichtbar und welche bleiben unberücksichtigt? Genau hier schließt die Frage nach Demokratisierung an. Wenn Sozialräume durch Praktiken, Deutungen und institutionelle Ordnungen hervorgebracht werden, dann ist auch die Analyse dieser Räume nicht neutral gegenüber Fragen von Deutungs- und Entscheidungsmacht.
2. Sozialraumanalysen als Demokratisierungsfrage
Wenn Sozialräume als ständig (re-)produzierte Gefüge sozialer Praktiken begriffen werden, dann spricht vieles dafür, Sozialraumanalysen nicht als rein deskriptive Verfahren zu verstehen. Sie sind vielmehr auch an der Hervorbringung und Sichtbarmachung ‚sozialräumlicher Wirklichkeit‘ beteiligt. Denn im Vorgehen wird entschieden, wer wie einbezogen wird, welche Raumgrenzen zugrunde gelegt werden, welche Problemlagen sichtbar werden, welche Daten als relevant gelten und wie diese in Handlungsempfehlungen übersetzt werden. Damit stellt sich die Frage, wessen Praktiken, Erfahrungen und Deutungen als empirisch bedeutsam anerkannt werden. Die Perspektive konsequent auf Nutzende, potenzielle Nutzende und jene auszulegen, die nicht oder nicht mehr nutzen, kann daher eine Erkenntniserweiterung sein. Denn im Fokus steht damit nicht nur, wie Sozialräume beschaffen sind, sondern ebenso, wie sozialräumliches Wissen zustande kommt, wessen Perspektiven zählen und welche Folgen solche Auswahlentscheidungen haben. Demokratisierung meint in diesem Kontext nicht einfach ‚mehr Beteiligung‘, sondern verweist vielmehr auf die Frage, wie Deutungs- und Entscheidungsmacht in Prozessen sozialräumlicher Wissensproduktion verteilt ist und im Weiteren auch verschoben werden kann. Demokratietheoretisch lässt sich dies mit Rancière (2002) als Frage danach verstehen, wer in einer bestehenden Ordnung überhaupt als sprechendes und wahrnehmbares Subjekt erscheint, wessen Erfahrungen als relevant gelten und wer an der Bestimmung gemeinsamer Angelegenheiten beteiligt ist.
Ethnografische Arbeiten zu sozialräumlichen Verfahren legen nahe, dass relevante Deutungen und ‚Daten‘ nicht erst in der Auswertung entstehen, sondern bereits in den Situationen, in denen im Sozialraum ‚erhoben‘ wird – etwa in Begehungen, Workshops, Runden Tischen oder anderen Formaten, in denen Wissen über den Sozialraum gesammelt und gebündelt wird (Pigorsch 2025a; 2025b). Solche Settings sind nicht einfach neutrale Orte der Erhebung, sie strukturieren bereits wer überhaupt präsent sein kann, welche Beiträge als sachlich oder ‚passend‘ gelten und welche Erfahrungen in institutionell anschlussfähige Kategorien übersetzt werden. Damit rückt in den Blick, dass Teilhabe an sozialräumlicher Wissensproduktion an Voraussetzungen gebunden sein kann, die häufig stillschweigend bleiben. Zeitfenster, Orte, Kommunikationsformen, habituelle Sicherheit und die Fähigkeit, Erfahrungen in eine Sprache zu übertragen, die in Verfahren als legitim gilt (BMFSFJ 2024). Für die Durchführung einer Sozialraumanalyse ist dies deshalb relevant, weil sich hier exemplarisch die Frage stellt, ob und wie Menschen solche Settings, und damit die darin verhandelten Institutionen und Ressourcen, unter Alltagsbedingungen tatsächlich erreichen können und welche impliziten Kompetenz- und Passungsanforderungen dabei wirksam werden. Auf die Durchführung von Sozialraumanalysen übertragen heißt das, nicht erst spätere Interventionen oder Veränderungen im Sozialraum sind politisch, sondern bereits Sozialraumgrenzen, Problemdefinitionen, Kategorien, die Auswahl von Expert:innen und Beteiligten sowie die Festlegung dessen, was als relevant gilt.
Eine weitere politische Dimension im Hinblick auf die Durchführung von Sozialraumanalyse lässt sich dort vermuten, wo Sozialräume in Verwaltung, Medien und Alltag normativ etikettiert werden, etwa als ‚Problemquartier‘, ‚Brennpunkt‘ oder auch als ‚gute Lage‘. Solche Raumdeutungen strukturieren öffentliche Wahrnehmungen und können beeinflussen, wer im Sozialraum als legitime Stimme gilt und welche Erfahrungen als relevant zählen. Zugleich können sie die Selbstwahrnehmung der Menschen überlagern und stigmatisierende Effekte entfalten. Für die Forschungsperspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung ist deshalb die Frage zentral, welche praktischen Folgen solche Zuschreibungen haben. Welche Orte werden gemieden, welche Angebote werden trotz Bedarf nicht genutzt, weil Nutzungen als beschämend oder als ‚nicht passend‘ erlebt werden, und welche Formen von Selbstpräsentation werden in bestimmten Einrichtungen erwartet, damit Anliegen als ‚berechtigt‘ gelten? Eine Sozialraumanalyse kann hier, je nach Anlage, dazu beitragen, solche Mechanismen zu reflektieren und sichtbar zu machen, statt sie durch eigene Kategorien ungewollt zu verstärken.
Hinzu kommt, dass sich in Sozialräumen ungleiche Möglichkeiten materialisieren, die über individuelle und sozialräumliche Zuständigkeiten weit hinausreichen: Wohnungsmarkt und Verdrängung, Verkehrs- und Mobilitätsinfrastruktur, die Verteilung sozialer Einrichtungen, Öffnungszeiten, Zuständigkeiten sowie ordnungspolitische Praktiken prägen, welche Ressourcen überhaupt für wen erreichbar, legitim nutzbar und alltagspraktisch anschlussfähig sind. Nutzungsentscheidungen sind daher nicht als rein individuelle Wahlhandlungen zu verstehen. Sie entstehen unter strukturellen Bedingungen, die Möglichkeitsräume eröffnen, begrenzen oder verschließen. Im Rahmen der Durchführung einer Sozialraumanalyse kann so danach gefragt werden, wie solche Arrangements Passungsverhältnisse zwischen Lebenslagen und Institutionen herstellen. Welche Regeln, Abläufe und räumliche Ordnungen machen Nutzung realistisch möglich und welche erzeugen Barrieren, Ausschlüsse oder systematische Nicht-Nutzung?
Vor diesem Hintergrund stellt sich die praktische Frage, wie eine Sozialraumanalyse gestaltet werden kann, wenn sie Deutungs- und Entscheidungsmacht mitdenkt und Erreichbarkeit, Nutzung und Nicht-Nutzung empirisch ernst nimmt. Der folgende Abschnitt skizziert daher das Doing der Sozialraumanalyse und beschreibt, wie eine Sozialräumliche Nutzer:innenforschung methodisch umgesetzt werden kann.
3. Methoden der Sozialraumanalyse aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung
In der Wissenschaft der Sozialen Arbeit haben Sozialraumanalysen verschiedene Traditionen und Methoden ausgebildet. Es gibt zwar nicht die ‚eine‘ Sozialraumanalyse, gemeinsam ist den verschiedenen Varianten jedoch, dass ein Raum unter einer bestimmten Fragestellung empirisch betrachtet wird. Je nach theoretischem Zugang, Erkenntnisinteresse und Verwertungskontext unterscheiden sich Sozialraumanalysen darin, wie der Analysebereich bestimmt wird, welche Untersuchungsziele formuliert werden, welche Daten als relevant gelten, welche Methoden eingesetzt werden und wie die Ergebnisse interpretiert werden. Aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung sind diese Entscheidungen nicht nur methodische Schritte, sondern auch erkenntnisrelevant, denn sie bestimmen mit, welcher Sozialraum sichtbar wird, welche Nutzungen erfasst werden und welche Perspektiven, Nutzungsweisen oder Nicht-Nutzungen unberücksichtigt bleiben.
Unterschiedliche Verständnisse von Sozialraumanalysen lassen sich entlang zweier grundlegender Unterscheidungen finden (Boettner 2009, 263). Erstens können Sozialraumanalysen formativ oder nicht-formativ angelegt sein. Formative Analysen entwickeln den Raumzuschnitt im Prozess, die Definition des Sozialraums und die Festlegung seiner Grenzen sind dann selbst Ergebnisse der Sozialraumanalyse (ebd.). Nicht-formative Analysen arbeiten demgegenüber mit bereits vorgegebenen, häufig administrativen Grenzen, etwa Stadtteil, Quartier oder Kommune. Zweitens lassen sich phänomenologisch-interaktionsorientierte und strukturorientierte Zugänge unterscheiden. Phänomenologisch-interaktionsorientierte Analysen rekonstruieren Alltag, Sinnzuschreibungen und Aneignungspraktiken und fragen danach, welche Bedeutung sozialräumliche Gegebenheiten aus subjektiver Perspektive haben. Strukturorientierte Analysen arbeiten demgegenüber stärker mit Indikatoren, etwa zur sozialen und demographischen Zusammensetzung der Wohnbevölkerung oder zur baulichen und infrastrukturellen Ausstattung (ebd.).
Bereits an diesen grundlegenden Unterscheidungen zeigt sich, dass die Durchführungen von Sozialraumanalysen nicht nur eine Frage der Datenerhebung, sondern mit grundlegenden Entscheidungen über den Untersuchungsgegenstand verbunden sind. Zu Beginn einer Sozialraumanalyse ist zu klären, auf welchen Bereich sich die Analyse bezieht und ob dieser Bereich als vorab festgelegte räumliche Einheit oder im Forschungsprozess zu überprüfende und gegebenenfalls verändernde Bezugsgröße verstanden wird. Bleck (2025, 5) verweist im Kontext alter(n)sgerechter Quartiere etwa darauf, dass der ausgewählte Bereich „eine vorläufige räumliche Bezugsgröße“ (ebd.) darstellen kann, deren vermeintliche Grenzen im Anschluss an die Betrachtung konkreter Raumnutzungen der Bewohner:innen angepasst werden. Aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung ist dieser Punkt zentral. Raumgrenzen sind nicht nur administrativ zu bestimmen, sondern daraufhin zu befragen, ob sie mit den alltäglichen Bezügen, Bewegungen, Nutzungen und Relevanzen der Menschen übereinstimmen.
Nach der Auswahl des Analysebereiches gilt es in Sozialraumanalysen, die Untersuchungsziele und die hierzu passende Fragestellungen zu bestimmen (Bleck 2025, 5). Untersuchungsziele können zielgruppenorientiert sein oder thematisch bestimmt werden, etwa wenn Räume dahingehend betrachtet werden, ob sie an die Bedürfnisse älterer Menschen (ebd.), von Kindern und Jugendlichen (Muscutt et al. 2023, 2), an Fragen von Aufenthalts- und Lebensqualität angepasst sind (Spatscheck 2009) oder an Herausforderungen des Zusammenlebens (Berding 2016) anschließen. Abhängig von diesen Zielsetzungen geraten unterschiedliche Dimensionen in den Fokus. Die Dimensionen stellen geeignete Betrachtungsbereiche dar, die es ermöglichen, eine Antwort auf die durch die Zielsetzung bestimmte Frage zu geben. Bleck (2025, 4f.) schlägt beispielsweise zur Untersuchung alter(n)sgerecht Quartiere die Dimensionen Wohnen und Wohnumfeld, Infrastruktur und Versorgung, Gesundheit, Pflege und Soziales, Freizeit und Kultur, Information und Beratung sowie Partizipation und Kommunikation vor. Entscheidend ist, dass die Fragestellung präzise formuliert und zugleich reflektiert wird, in welchem Kontext sie entstanden ist, welche Erwartungen mit der Analyse verbunden sind und wie die Ergebnisse verwertet werden sollen (Noack 2020, 110; Spatscheck/Wolf-Ostermann 2023, 37; Bleck 2025, 6).
Neben der Untersuchungszielen und Fragestellungen ist in der Sozialraumanalyse die Auswahl geeigneter empirischer Analyse- und Beteiligungsmethoden von Bedeutung. Die Methodenwahl hängt davon ab, ob die gewählten Zugänge geeignet sind, Zusammenhänge zwischen räumlich-baulichen, infrastrukturellen und institutionellen Bedingungen einerseits und Strukturen und individuellen Handlungs- und Verhaltensweisen andererseits aufzudecken (Noack 2020, 110). Spatscheck und Wolf-Ostermann (2023, 37f.) schlagen zur Klärung der Erhebungsinstrumente vor, zunächst Beobachtungsgegenstände zu bestimmen, die geeignete Informationen zur Fragestellung bereitstellen können, und anschließend realisierbare sowie geeignete Zugänge auszuwählen. Dabei sind auch ethische Fragen zu berücksichtigen. „Sind die gewählten Zugänge ethisch vertretbar? Dient eine Erhebung und Auswertung der Daten den Beteiligten und ihren Interessen? Wessen andere Interessen sind hier mit verwickelt?“ (ebd.). Darüber hinaus ist die Methodenwahl daraufhin zu reflektieren, ob Bewohner:innen bzw. Nutzer:innen in ihrer Pluralität angemessen einbezogen werden (Bleck 2025, 6).
Ein Beispiel für eine mehrdimensionale Anlage bietet Bleck (2025, 5f.) mit Blick auf alter(n)sgerechte Quartiere. In Anlehnung an Riege und Schubert (2002 zit. in Bleck 2025, 6) unterscheidet er vier Analyseebenen: (1) eine sozialstrukturbezogene Analyse, (2) eine infrastrukturbezogene Analyse, (3) eine Nutzungs- und bedürfnisbezogene Analyse sowie (4) eine netzwerkbezogene Analyse. Damit werden einerseits Sozialstruktur, Infrastruktur und Bedarfe sichtbar, anderseits geraten subjektive Perspektiven auf die Nutzung von Angeboten und räumlichen Gegebenheiten sowie interpersonelle und interinstitutionelle Beziehungen in den Blick. Methodisch können hierfür statistische Datenanalysen (1, 2), Expert:inneninterviews (2, 4), sozialräumliche Methoden (3), Bürger:innenbefragungen (3) und Netzwerkanalysen (4) kombiniert werden. Dieses Beispiel zeigt, dass Sozialraumanalysen bereits in klassischen Varianten unterschiedliche Datenarten und Analyseebenen miteinander verbinden können.
Genau hier setzt die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung als Forschungsperspektive auf Sozialraumanalysen an. Sie ersetzt klassische Sozialraumanalysen nicht, sondern rahmt deren Anlage, Durchführung und Auswertung subjekt- und nutzungsorientiert. So wird hier eine Verbindung im doppelten Sinne geschaffen. Einerseits schließt die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung an vorhandene subjektorientierte Forschungsperspektiven Sozialer Arbeit an und verbindet diese mit einer sozialräumlichen Perspektive. Anderseits führt sie Strukturdaten, etwa Armutsquoten, Wohnungsbestand oder Infrastrukturausstattung mit Nutzungen zusammen, etwa der Frage welche Orte aufgesucht, gemieden, angeeignet oder als fehlend beschrieben werden. Eine solche Triangulation ermöglicht ein empirisch dichteres und methodisches Bild sozialräumlicher Passungsverhältnisse. Denn die Sozialräumliche Nutzer:innenforschung fokussiert aufgrund ihrer methodologisch-theoretischen Verortung einerseits strukturelle Aspekte, also „wie gesellschaftliche und institutionelle Bedingungen die Nutzung bzw. Nicht-Nutzung von Räumen […] strukturieren“ (van Rießen 2022, 160). Andererseits rückt sie in den Blick, „welche Räume im Kontext Sozialer Arbeit überhaupt spezifische Nutzungen für die Inanspruchnehmenden ermöglichen und welches ortsspezifische Verhalten damit einhergeht“ (ebd., Hervorh. i. O.). Folglich stehen die Menschen im Sozialraum mit ihrer Eigensinnigkeit und zugleich „in ihrer institutionellen, sozialräumlichen und gesellschaftlichen Verwobenheit als Ausgangspunkt der Forschung“ (ebd.) im Mittelpunkt.
Damit verändert sich nicht die Sozialraumanalyse als solche, sondern die Perspektive, aus der sie angelegt und ausgewertet wird. Während Sozialraumanalysen je nach gewählter Analyseart Räume stärker strukturorientiert, administrativ oder von außen beschreiben können, fragt eine Sozialraumanalyse aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung konsequent danach, wie Räume tatsächlich gebraucht, genutzt, angeeignet, gemieden oder umgedeutet werden, wo sie exkludieren und wo sie Potenziale eröffnen. Um die Komplexität sozialräumlicher Wirklichkeit abzubilden, verbindet sie phänomenologisch-interaktionsorientierte und strukturorientierte Zugänge. Das der Sozialpädagogischen Nutzer:innenforschung entlehnte analytische Raster von Nutzen, Nicht-Nutzen, Nutzung und (Nicht-)Nutzung ermöglicht es, strukturelle Indikatoren mit subjektiven Erfahrungen ins Verhältnis zu setzen und Spannungsfelder zwischen Mikro-, Meso- und Makroebene sichtbar zu machen. Die Forschungsperspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung bearbeitet damit eine zentrale Leerstelle vieler Sozialraumanalysen: die systematische Verbindung von Strukturwissen und subjektbezogenem Nutzungswissen. Ihre konsequente Subjektorientierung bildet dabei ihr spezifisches Profil.
Im Hinblick auf Methoden, die sich für eine Sozialraumanalyse aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung eignen, rücken aufgrund dieser methodologisch-theoretischen Verortung insbesondere qualitative und partizipative Methoden in den Fokus, ohne Sozialraumanalysen zugleich auf qualitative Methoden zu reduzieren. Hier sind unter anderem die Nadelmethode, gegebenenfalls in Kombination mit Kurzinterviews, verschiedene Formen von Sozialraumbegehungen und Gruppenerhebungsverfahren wie Workshops oder Fokusgruppen zu nennen, aber auch Reallabore als eher längerfristiges Format. Solche Methoden, die sich als sozialräumliche Analyse- und Beteiligungsmethoden (siehe hierzu Deinet 2009) zusammenfassen lassen, ermöglichen es, alltägliche Raumbezüge, Nutzungsweisen, Aneignungen, Deutungen und Vermeidungen empirisch zu rekonstruieren. Zugleich bleiben quantitative Strukturdaten notwendig, um subjektive Perspektiven in gesellschaftliche, infrastrukturelle und institutionelle Bedingungen einzuordnen.
Partizipation ist in diesem Verständnis nicht lediglich punktuell oder auf einzelne Methoden beschränkt, sondern ein grundlegendes Prinzip Sozialräumlicher Nutzer:innenforschung. Nutzer:innen werden nicht nur beforscht, ihre Sichtweisen, Prioritäten und Erfahrungen sind vielmehr in der Problemdefinition, Problembearbeitung und Problemlösung zu berücksichtigen. Dieses Prinzip verändert die Haltung und die Auswertungspraxis von Sozialraumforscher:innen. Es verlangt, die gewählten Analyse- und Beteiligungsmethoden auch auf ihre Grenzen und Barrieren hin zu überprüfen, weil diese ohne kritische Reflexion dazu beitragen können, dass Beteiligung gerade nicht allen möglich ist (van Rießen/Bleck 2025). Zugleich bleibt Beteiligung freiwillig. Nicht-Beteiligung sollte daher nicht leichtfertig mit Teilnahmslosigkeit gleichgesetzt werden, sondern als Ergebnis einer Abwägung, die vor spezifischen Relevanzkontexten erfolgt. Ethnographische Analysen legen nahe, dass Nicht-Teilnahme an Partizipationsformaten auf Skepsis, Vorerfahrungen, Ressourcenknappheit oder faktische Ausschlüsse verweisen kann (Pigorsch 2025a; 2025b; vgl. auch BMFSFJ 2024). In diesem Zusammenhang kann auch „Negatives Wissen“ (Oser/Spychiger 2005, 25ff.) relevant werden: Erfahrungswissen darüber, was nicht funktioniert, keinen Nutzen entfaltet oder zur Bewältigung der eigenen Lebensrealität nicht geeignet erscheint. Dieses Wissen von Nicht-Nutzer:innen ist nicht als bloße Abwesenheit von Beteiligung zu verstehen, sondern kann Hinweise auf Barrieren, Nicht-Passung und Veränderungsbedarfe geben. Gerade weil die Forschungsperspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung Nutzung und Nicht-Nutzung gleichermaßen fokussiert, kann sichtbar werden, wo sozialräumliche Ordnungen Teilhabe theoretisch versprechen, aber praktisch nicht oder nur selektiv ermöglichen.
Die Forschungsperspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung arbeitet daher insgesamt triangulativ: Quantitative Strukturdaten liefern einen systematischen Überblick über gesellschaftliche, demografische, infrastrukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen und Kontexte.Qualitative Verfahren rekonstruieren die Alltagspraxen, Aneignungsweisen, Deutungen sowie Formen von Nutzung und Nicht-Nutzung. Partizipation als Grundprinzip sorgt dafür, dass Daten nicht losgelöst von den Beteiligten interpretiert werden, sondern im Dialog geprüft und weiterentwickelt werden. In der Verbindung von Strukturwissen, Nutzungswissen und partizipativer Rückkopplung liegt somit das spezifische Profil als Perspektive auf Durchführung von Sozialraumanalysen. So werden Sozialräume nicht nur als räumlich-infrastrukturelle oder administrative Einheiten rekonstruiert, sondern als Passungsverhältnisse zwischen gesellschaftlichen Bedingungen, institutionellen Arrangements und den alltäglichen Nutzungsweisen, Deutungen und Nicht-Nutzungen der Menschen. Damit wird zugleich sichtbar, wessen Perspektiven in sozialräumlichen Analysen bislang unberücksichtigt bleiben und welche Barrieren Nutzung und Beteiligung begrenzen.
4. Konsequenzen für eine Sozialraumanalyse aus Nutzer:innenperspektive
Aus den bisherigen Überlegungen ergeben sich Konsequenzen für die praktische Umsetzung von Sozialraumanalysen, wenn diese aus der Perspektive Sozialräumlicher Nutzer:innenforschung gedacht werden. Dann stehen nicht allein räumliche Strukturen, infrastrukturelle Ausstattungen oder administrative Gebietszuschnitte im Zentrum. Entscheidend ist vielmehr, wie sozialräumliche Infrastrukturen und Angebote unter konkreten Alltagsbedingungen zugänglich, nutzbar, vermeidbar oder verschlossen werden. Damit verschiebt sich der Blick von der bloßen Beschreibung eines Raums hin zur Analyse sozialräumlicher Passungsverhältnisse, zwischen gesellschaftlichen Bedingungen, institutionellen Arrangements, vorhandenen Ressourcen und den Nutzungen, Deutungen und Nicht-Nutzungen der Menschen.
Eine erste Konsequenz betrifft die Bestimmung von Fragestellung, Untersuchungszielen und Raumzuschnitt. Diese Elemente sind nicht unabhängig voneinander zu klären, sondern wechselseitig aufeinander zu beziehen: Welche Fragen sollen beantwortet werden, welche räumlichen Bezüge sind für die Nutzer:innen alltagspraktisch relevant und welcher Analysebereich ergibt sich daraus? Aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung wird der Untersuchungsraum daher nicht nur administrativ bestimmt, sondern im Verhältnis zu den Nutzungen und Deutungen der Menschen rekonstruiert. Administrative Grenzen werden damit nicht bedeutungslos; sie bleiben etwa für Planung, Steuerung und Ressourcenverteilung wichtig. Sie sind jedoch daraufhin zu prüfen, ob und inwiefern sie mit den alltäglichen Raumbezügen, Wegen, Orten und Schwellen der Nutzer:innen übereinstimmen. Auch Kriterien, nach denen sozialräumliche Bedingungen bewertet und daraus Maßnahmen abgeleitet werden, sollten nicht ausschließlich vorab administrativ oder professionell festgelegt werden. Sie sind vielmehr mit den Perspektiven der Nutzer:innen rückzukoppeln und daraufhin zu prüfen, ob sie deren Alltagslogiken, Relevanzen und Nutzungsweisen angemessen abbilden.
Eine zweite Konsequenz betrifft die Partizipation: Sie ist aus dieser Perspektive nicht auf einzelne Beteiligungsformate eingeschränkt, sondern betrifft alle relevanten Bereiche wie die Problemdefinition, die Auswahl der Methoden, die Datenerhebung, die Auswertung und die Rückkopplung der Ergebnisse. Nutzer:innen werden damit nicht lediglich als Informationsquellen adressiert; ihre Sichtweisen, Prioritäten und Erfahrungen gehen als eigenständige Wissensformen in die Analyse ein. Zugleich ist Beteiligung nicht schon deshalb für alle zugänglich, weil sie formal angeboten wird. Hieran anschließend müssen Beteiligungsformate selbst daraufhin befragt werden, wen sie erreichen, wen sie ausschließen und welche impliziten Anforderungen sie stellen. Zeitpunkte, Orte, Sprache, digitale Zugänge, institutionelle Settings oder habituelle Erwartungen können darüber entscheiden, ob Beteiligung tatsächlich möglich ist. Dabei ist auch zu reflektieren, über welche Zugänge Nutzer:innen einbezogen werden. Erfolgt die Ansprache ausschließlich über Einrichtungen, Vereine oder bereits etablierte Beteiligungsstrukturen, können gerade jene Perspektiven fehlen, die weniger institutionell angebunden sind oder bereits negative Erfahrungen mit solchen Settings gemacht haben.
Eine dritte Konsequenz liegt in der systematischen Berücksichtigung von Nicht-Nutzung und Nicht-Beteiligung. Sozialraumanalysen, die sich ausschließlich an den Perspektiven aktiver Nutzer:innen orientieren, übersehen diejenigen, die Angebote, Orte oder Beteiligungsformate nicht nutzen, obwohl gerade ihre Perspektiven zentrale Hinweise auf Barrieren, Stigmatisierungen, fehlende Passung oder Nicht-Nutzen geben können. Nicht-Nutzung sollte nicht vorschnell als bloßes ‚Ausbleiben‘ von Nutzung, Desinteresse, Uninformiertheit oder individuelles Defizit gedeutet werden. Sie ist vielmehr als empirisch erklärungsbedürftige Praxis zu untersuchen. Dabei ist zentral, dass Nicht-Nutzung nicht notwendig aus Nicht-Wissen resultiert. Sie kann vielmehr gerade Ausdruck von Wissen sein: aus Erfahrungen mit Angeboten, Einrichtungen, Orten oder Beteiligungsformaten, aus dem Wissen um fehlende Erreichbarkeit, stigmatisierende Adressierungen, institutionelle Zumutungen, mangelnde Passung oder fehlenden Gebrauchswert. In diesem Zusammenhang gewinnt negatives Wissen Bedeutung. Es bezeichnet Erfahrungswissen darüber, was nicht funktioniert, keinen Nutzen entfaltet bzw. als ungeeignet für die Bewältigung der eigenen Lebensrealität erscheint. Nicht-Nutzung ist damit nicht einfach Abwesenheit von Nutzung und auch nicht bloßer Ausdruck eines Informationsdefizits, sondern kann selbst als wissensbasierte Praxis verstanden werden. Methodisch folgt daraus, dass Nicht-Nutzer:innen nicht lediglich als ‚fehlende‘ Teilnehmende mitgedacht werden können, sondern dass Zugänge entwickelt werden müssen, um ihre Erfahrungen, Gründe und Deutungen empirisch zu erschließen.
Eine vierte Konsequenz betrifft die Verbindung unterschiedlicher Datenarten. Aus der Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung werden quantitative Strukturdaten, qualitative Rekonstruktionen von Alltags- und Nutzungspraxen sowie partizipative Rückkopplungen triangulativ miteinander verschränkt. Strukturdaten können Hinweise auf demografische, soziale, infrastrukturelle und institutionelle Rahmenbedingungen geben. Qualitative Verfahren machen sichtbar, wie diese Bedingungen erlebt, gedeutet, genutzt, umgangen oder gemieden werden. Partizipative Rückkopplung wiederum verhindert, dass die Interpretation der Daten allein aus professioneller, wissenschaftlicher oder administrativer Perspektive erfolgt. Erst in dieser Verbindung wird erkennbar, wo Ressourcen und Angebote im Sozialraum Teilhabe ermöglichen und wo sie Barrieren, Ausschlüsse oder Stigmatisierungen reproduzieren.
Letztlich wird so deutlich, dass die Perspektive der Sozialräumlichen Nutzer:innenforschung eine Sozialraumanalyse nicht lediglich um eine weitere Perspektive ergänzt oder darauf abzielt, bestehende Sozialraumanalysen lediglich partizipativer auszugestalten. Ihr spezifischer Beitrag liegt darin, Sozialräume als Passungsverhältnisse zwischen strukturellen Bedingungen, institutionellen Ordnungen und subjektiven Nutzungsweisen zu rekonstruieren sowie die Herstellung sozialräumlichen Wissens selbst zum Gegenstand der Analyse zu machen. In diesem Sinne besitzt sie ein demokratisierendes Potenzial, denn sie verschiebt den Fokus von der Beschreibung sozialräumlicher Bedingungen hin zur Frage, wie sozialräumliche Wirklichkeit aus unterschiedlichen Positionen erfahren, genutzt, bewertet und mitgestaltet werden kann. Demokratisierend kann diese Perspektive dort wirken, wo sie sichtbar macht, wessen Erfahrungen in sozialräumlichen Analysen bislang unberücksichtigt bleiben, welche Barrieren methodisch selbst erzeugt werden und wie Nutzung, Nicht-Nutzung und Nicht-Nutzen als Hinweise auf veränderungsbedürftige sozialräumliche Infrastrukturen und Angebote gelesen werden können.
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Zitiervorschlag
Rießen, Anne van, Carina Bhatti und Katja Jepkens (2026): Sozialräumliche Nutzer:innenforschung. In: sozialraum.de (17) Ausgabe 1/2026. URL: https://www.sozialraum.de/sozialraeumliche-nutzerinnenforschung.php, Datum des Zugriffs: 03.06.2026
